"Denkst dann eh an uns" - Dinkhauser auf Wahlkampftour
Fritz Dinkhauser und sein Kärntner Spitzenkandidat auf Wahlkampftour. Mit Mut zum Risiko und großer Hoffnung.

Foto © APA Fritz Dinkhause auf Wahlkampftour mit seinen Spitzenkandidaten
Das is der aus Tirol, der bei der ÖVP war." Kommentar mehrerer Passanten im Vorbeigehen gestern auf der Klagenfurter Messe. Fritz Dinkhauser ist mit Ehefrau Heidi, seinem Kärntner Spitzenkandidaten Lambert (Bertl) Schaubach und Team unterwegs, schüttelt Hände, teilt kleine Folder "gerechtes Österreich" aus und appelliert im Weggehen: "Pfiat di. Denkst dann eh an uns." Dann, das ist der 28. September. Die Liste Fritz steht an zwölfter und damit letzter Stelle auf dem Kärntner Stimmzettel für die Nationalratswahl.
Warum ihn wählen? Warum Kärntner ihn wählen sollen? "Wir treten für eine gerechte Politik ein, sind vollkommen unabhängig. Wir haben kein Parteibuch zu vergeben sondern nur das gemeinsame Ziel: ein neues Österreich", kommt reflexartig die Antwort in Schlagworten. Nachsatz mit Blick auf ÖVP und SPÖ: "Das ist schon interessant, wie die Täter plötzlich zu Wohltätern werden."
Unterstützung. Schaubach, der 58-jährige selbständige Versicherungskaufmann aus dem Gailtal, politisch ein Unbekannter, ist mit dabei, "weil was passieren muss. Wir brauchen Politik in Augenhöhe mit dem Bürger." Politik wolle er nicht für sich, sondern für seine Kinder und Enkelkinder machen.
Schwerer ohne Tv-Präsenz. "Ausg'schaut hat's sehr gut", verweist Dinkhauser auf die anfänglich prognostizierten sechs/sieben Prozent. "Aber wenn man im TV-Ringkampf nicht mit dabei sein darf, ist's schwer. Punkten tun nur die, die im Ring sind", kritisiert er das System. Vom Nationalrats-Einzug ist er dennoch überzeugt. Allerdings sei es schwer, ohne großes Geld Inhalte zu transportieren. "Mein Spindoctor ist meine Ehefrau. Die hat ein Friseurgeschäft und weiß, was ihre Kunden bewegt", wirft Schaubach ein.
Nächster Stop Wien. Dinkhauser zieht seine Messe-Runde weiter, später geht es nach Wien. Am 24. September ist er wieder in Kärnten. Konditionell eine harte Zeit? Dinkhauser: "Man braucht im Leben Leidenschaft. Und Mut zum Risiko. Das ist mein Signal auch an die Kärntner: Traut's euch was!"












