ÖVP präsentiert neues Plakat und attackiert Faymann
Geschäftsmann Martin Schlaff soll laut ÖVP den SPÖ-Wahlkampf mitfinanziert haben und sich für Gusenbauer als zukünftigen Außenminister stark machen.

Foto © APAMissethon nützte die Präsentation des neuen VP-Plakats für Frontalangriff auf SPÖ
Eine neue Attacke auf SPÖ-Vorsitzenden Werner Faymann
hat ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon am Mittwoch bei der
Präsentation der dritten und letzten Plakatwelle der ÖVP vor der Wahl
am 28. September geritten. Missethon äußerte den Verdacht, dass
Faymann einen Deal mit dem Geschäftsmann Martin Schlaff geschlossen
und die SPÖ-Politik damit nicht nur von der "Kronen-Zeitung", sondern
auch von dem Investor abhängig sei.
Freund Gusenbauers. In Medienberichten war zuletzt spekuliert worden, dass Schlaff als
persönlicher Freund von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer den
SPÖ-Wahlkampf mitfinanzieren könnte. Missethon vermutete nun in der
Pressekonferenz, dass der Investor Druck machen könnte für einen
Außenminister Gusenbauer in der nächsten Regierung. "Wie breit und
wie dicht ist der Faymann-Filz?", wollte der ÖVP-Generalsekretär
wissen und forderte den SPÖ-Vorsitzenden auf: "Legen sie die Karten
auf den Tisch, und zwar noch vor der Wahl, Herr Faymann." Gebe es
Absprachen, "kommt Gusenbauer durch die Hintertür in die Regierung?"
Politische Zechpreller. Aber damit nicht genug der Attacken auf Faymann: Das
Fünf-Punkte-Programm der SPÖ gegen die Teuerung sei "ein fünfgängiges
Menü", das der Steuerzahler bezahlen müsse. Faymann agiere damit wie
ein "politischer Zechpreller", sagte Missethon. Die SPÖ verspreche
jeder Gruppe alles, nur um Stimmen zu bekommen, sie versuche "die
Menschen zu täuschen". Nach Ansicht des ÖVP-Generalsekretärs gehe es
am 28. September um eine Richtungswahl: Die SPÖ stehe für eine
"Wachteleier-Hummer-Koalition", für neue Steuern, für eine Krise am
Arbeitsmarkt, die ÖVP hingegen für ein verantwortungsvolles Regieren,
für ehrliche Entlastung und einen sicheren Kurs.
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Features
Fakten
Auf den neuen Plakaten der ÖVP werden erstmals nicht Inhalte mit viel Text transportiert, sondern Spitzenkandidat Wilhelm Molterer ist darauf groß abgebildet. Auf einem Plakat lautet der Text dazu "Gibt Sicherheit" und auf dem anderen "Hält Wort".












