Kindergeld:FPÖ findet ÖVP-Vorschlag "nicht durchdacht"
Dass die ÖVP nun für ein einkommensabhängiges Kindergeld eintritt, stößt bei der FPÖ auf wenig Gegenliebe.
Ihr
Familiensprecher Norbert Hofer bezeichnete den Vorschlag der
Volkspartei am Montag als "nicht durchdacht" und trat vielmehr für
ein Familiensteuersplitting ein. Anders LIF-Spitzenkandidatin Heide
Schmidt: Sie konstatierte einen "Lichtblick in der sonst nicht gerade
emanzipatorischen Familienpolitik der ÖVP".
"Im Kielwasser der SPÖ". Hofer sah die ÖVP mit ihrem Kindergeld-Vorstoß im Kielwasser der
SPÖ schwimmen, die das "schon lange will". Doch "der für dieses
Konzept zu leistende Verwaltungsaufwand ist enorm - und entbehrlich",
kritisierte er in einer Aussendung. Die Forderungen der FPÖ:
Familiensplitting, drei Jahre Kündigungsschutz für Eltern in Karenz
und Entfall der Zuverdienstgrenze beim Kindergeld. Zudem sollten die
Familienleistungen "endlich" valorisiert werden.
LIF. Für Schmidt entspricht das einkommensabhängige Kindergeld "einer
seit langem von den Liberalen geforderten Zielsetzung". Zugleich
zeigte sich die LIF-Frontfrau allerdings skeptisch, ob dies nach der
Wahl auch tatsächlich umgesetzt werden könnte oder sich "nur um eine
wahlkampfbedingte Rhetorik handelt".












