Molterer will als Kanzler Kulturagenden übernehmen
Vizekanzler Molterer möchte die Agenden des Kunstministers selbst übernehmen, falls er nach der Wahl Bundeskanzler werden sollte.

Foto © APAWilhelm Molterer - die Kultur hat es ihm angetan
Vizekanzler und Finanzminister Wilhelm Molterer (V)
möchte die Agenden des Kunstministers selbst übernehmen, falls er
nach der Wahl Bundeskanzler werden sollte. Das sagt er in einem
Interview mit der Tageszeitung "Salzburger Nachrichten"
(Dienstag-Ausgabe). Seiner Ansicht nach brauche Kulturpolitik das
"radikal Neue" und das "zu Sichernde", müsse sich aber auch "zur
Elite bekennen und zugleich die Breite respektieren", so Molterer im
SN-Interview.
Kein Wahlkampfthema.
Kulturpolitik sei kein Wahlkampfthema, sondern "die muss uns
ständig bewegen", so der Vizekanzler. Kulturpolitik heiße zum einen
"Ermöglichen, also neugierig sein und Risiken eingehen. Zum anderen
bedeutet sie auch Bewahren, weil Österreich aus einer unendlichen
Fülle der Tradition schöpfen kann." Von der Kulturpolitik der SPÖ
unterscheide sich die ÖVP in der Tatsache, dass Kultur nicht allein
in Hauptstädten stattfinden dürfe. Die Ankündigung, die Kulturagenden
selbst in die Hand zu nehmen, falls er Bundeskanzler wird, begründet
Molterer mit seinem "persönlichen Anliegen" an der Kulturpolitik.
Stellenwert.
Die Konstruktion mit einem Staatssekretär halte er für "spannend".
Er wolle eine "Struktur schaffen, die der Kunst den richtigen
Stellenwert gibt". Als wichtigste Ziele nennt Molterer unter anderem
eine "Österreich Stiftung", die als Nachfolgeeinrichtung der Artothek
Kunst kaufen und die Werke jener Künstler sichern könne, die die
österreichische Kultur in den letzten Jahren weltweit geprägt haben.
Eine solche Stiftung wäre aber kein Ersatz für die Museen, wie er
betont. Ein weiteres Ziel sei die Neustrukturierung der
Filmförderung, "nicht nur, weil wir einen Oscar-Preisträger haben".












