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    Zuletzt aktualisiert: 13.08.2008 um 19:51 UhrKommentare

    Das Hohe Haus bleibt weiterhin ein Männerverein

    Mehr als die Hälfte der Wähler sind Frauen. Die Parteien stellen trotzdem deutlich mehr Männer zur Wahl und nur zwei Spitzenkandidatinnen.

    Foto © APA

    Die gute Nachricht: Diesmal werden zwei Spitzenkandidatinnen antreten. Die schlechte: Heide Schmidt wird mit den Liberalen vielleicht, Melina Klaus mit der KPÖ wahrscheinlich nicht ins Parlament kommen. In der zweiten Reihe schmücken sich aber alle Parteien mit Frauen.

    Frauenquote. Die SPÖ hat sich eine Frauenquote verordnet, wonach 40 % der Kandidaten weiblich sein sollen. SPÖ-Frauenchefin Barbara Prammer zeigt sich zwar zuversichtlich diese Vorgabe zu schaffen, allerdings nur wegen der "Vorzeigebundesländer" Steiermark, Wien und Oberösterreich, wie Prammer betont. Sie steht mit der Jung-Abgeordneten Laura Rudas jedenfalls hoch oben auf der Bundeliste.

    Frauenanteill bei ÖVP. Im ÖVP-Parteistatut ist ein Frauenanteil von einem Drittel vorgesehen, der in der aktuellen Besetzung des Parlaments verfehlt wurde. 27,3% der Abgeordneten sind Frauen. Als Frontfrau im Wahlkampf wird laut Auskunft der ÖVP Innenministerin Maria Fekter in Stellung gebracht. Möglicherweise wird für das Gesundheits- und Familienressort aber noch eine Überraschungskandidatin präsentiert.

    Mehr Frauen bei den Grünen. Die Grünen haben als einzige Partei mehr Frauen als Männer im Parlament sitzen. Dennoch schwelt auch bei ihnen ein Geschlechterkampf. Während alle männlichen Abgeordneten neuerlich zur Wahl stehen werden, sind bereits drei Mandatarinnen diesmal nicht noch einmal aufgestellt worden. Eine von ihnen ist Frauensprecherin Brigid Weinzinger. "Bislang sind ausschließlich Frauen von der Erneuerung bei den Grünen betroffen", sagt sie. Sollte das so weitergehen müsse man sich fragen, ob es ein verstecktes Problem gebe.

    Allein unter Männern. Bei FPÖ und BZÖ sind Frauenquoten kein Thema. Ursula Haubner ist neben sechs BZÖ-Männern die einzige Frau. Die FPÖ ist noch deutlicher eine Männerpartie. Dagmar Berlakovitsch-Jenewein sitzt alleine mit 20 Männern im Parlamentsklub. "Es kommt auf die Qualität an, nicht die Quantität", sagt sie. Auf der Bundesliste ist sie die einzige Frau mit einem fixen Mandat. Beim Liberalen Forum ist noch unklar, ob und welche Kandidatinnen neben Heide Schmidt aufgestellt werden. Die Liste Dinkhauser ist stark männerdominiert und sucht immer noch fieberhaft nach Frauen an wählbarer Stelle.

    Unterschiede. Für die Wählerinnen ist es wichtig, dass Frauen zur Wahl stehen, sagt Meinungsforscher Wolfgang Bachmayer. Er betont allerdings auch, dass Frauen nicht automatisch einer Kandidatin ihre Stimme geben. Frauen und Männer wählen jedenfalls unterschiedlich. Bei den letzten Wahlen haben Frauen überdurchschnittlich für SPÖ und Grüne gewählt, Männer hingegen für ÖVP und FPÖ.

    Männlich dominiertes Arbeitsumfeld. Der Wahlkampf ist nicht die einzige Hürde, im Parlament wartet ein männlich dominiertes Arbeitsumfeld, wie Mandatarinnen übereinstimmend berichten. Der extremste Kritiker von Frauenrechten wird aber nicht mehr dort sein. Karl-Heinz Klement ist von der FPÖ ausgeschlossen worden. Unter anderem sagte er, dass "Kampfemanzen" den "Frauen die Weiblichkeit austreiben" würden. FPÖ-Politikerin Berlakowitsch-Jenewein, die selbst erklärt, dass Frauen in Bezug auf Karriere "diesen Zug nach oben nicht so stark ausgebildet haben wie Männer", findet ein eigenes Urteil: "Man hatte halt manchmal den Eindruck, er hat Angst vor Frauen."

    THOMAS FRANK

    Frauen im Parlament

    39,7 Prozent der SPÖ-Abgeordneten sind Frauen, bei der ÖVP sind es 27,3, bei den Grünen 52,4. FPÖ und BZÖ haben jeweils eine Abgeordnete, das ergibt einen Prozentsatz von 4,8 für die FPÖ und 14,3 für das BZÖ. Insgesamt liegt der Frauenanteil bei 31,7 Prozent.

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