"Substanz statt Pflanz": Junge ÖVP überreichte Molterer Wahlprogramm
Der Kampf um die Wählerstimmen hat nun auch bei den Jugendlichen, die am 28. September erstmals ab 16 wählen dürfen, begonnen.

Foto © APAAlt ung Jung: Fuhrmann und Molterer
JVP-Obfrau Silvia Fuhrmann hat am Montag das Wahlprogramm der Jungen ÖVP Parteichef Wilhelm Molterer überreicht. Der Vizekanzler sicherte den Jungen zu, ihre Forderungen zumindest
teilweise umzusetzen. So soll es für Startwohnungen keine Makler-Gebühren mehr geben. Die Burgenländerin Fuhrmann aus Weiden am Neusiedlersee wird auch im nächsten Nationalrat vertreten sein, obwohl sie in ihrem Bezirk nicht zur Spitzenkandidatin gewählt wurde,
versicherte Molterer.
"Substanz statt Pflanz". Punkten wollen die Jungen Schwarzen vor allem mit Sozialthemen in ihrem Wahlprogramm unter dem Titel "Substanz statt Pflanz". So wird
darin eine Kürzung der Höchstprovision von Immobilienmaklern von maximal drei auf zwei Monatsmieten verlangt. Molterer ging dabei noch einen Schritt weiter und schlug einen gänzlichen Verzicht der Makler auf die Gebühren für Startwohungen vor. Er lud die Makler ein, dazu konkrete Vorschläge zu machen.
Billiger. Weiters fordert die JVP, dass ein Führerschein statt derzeit
durchschnittlich 1.500 Euro künftig nur noch 1.000 Euro kosten soll. Molterer erklärte dazu, er sehe nicht ein, dass etwa in Vorarlberg der Führerschein mehr koste als ein Paket in der Steiermark inklusive dreiwöchigem Aufenthalt. Zudem fordert die JVP eine Erhöhung des
Verpflegungsentgelts für Zivildiener, höhere Einstiegsgehälter für junge Menschen und eine Mindestentschädigung für Lehrlinge von 500 Euro.
Fuhrmann erste Wahl. Die politische Zukunft der JVP-Chefin ist auch weiterhin
gesichert. "Silvia Fuhrmann wird dem nächsten Nationalrat angehören. Das habe ich mit (dem burgenländischen VP-Obmann, Anm.) Franz Steindl ausgemacht", versicherte Molterer. Fuhrmann war in ihrem Bezirk der Bürgermeister der Tourismusgemeinde Podersdorf, Andreas Steiner, vorgezogen worden. Sie betonte, dass sie auch bei der letzten Wahl kein Mandat in ihrem Wahlkreis hatte, sondern als achte auf der Bundesliste in den Nationalrat eingezogen ist. Fuhrmann versicherte auch, dass sie nach wie vor, die Unterstützung ihrer JVP habe.












