Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
20. Mai 2013 18:34 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Kogler wird Glawischnigs zweiter Stellvertreter Rutzenham gewann Rennen um erstes Ergebnis Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Innenpolitik Nächster Artikel Kogler wird Glawischnigs zweiter Stellvertreter Rutzenham gewann Rennen um erstes Ergebnis
Zuletzt aktualisiert: 10.08.2008 um 21:34 UhrKommentare

Gewaltschutz: Berger lässt umstrittene Anzeigenpflicht fallen

Die Justizministerin legte eine neue Version mit Verzicht auf Anzeigepflicht - vor und hofft auf den Beschluss im Ministerrat.

Foto © APA

Justizministerin Maria Berger (S) versucht einen letzten Anlauf für das Gewaltschutzpaket. Sie hat eine neue Version ohne die viel kritisierte Neuregelung der Anzeigepflicht bei Verdacht auf Kindesmissbrauch und -misshandlung vorgelegt. Berger hofft, das Paket in der nun vorliegenden Form am Dienstag im Sommerministerrat durchbringen zu können, sagte sie der APA: "Die Anzeigepflicht wäre ein wichtiger Teil gewesen, aber nicht der einzige. Es sind weitere wesentliche Bestimmungen dabei, von denen ich möchte, dass sie sobald wie möglich in Kraft treten."

Gewaltschutzpaket. Die Verhandlungen von SPÖ und ÖVP über das Gewaltschutzpaket waren vergangene Woche gescheitert, Knackpunkt: die verschärfte Anzeigepflicht. Diese war zwischenzeitlich von Berger abgeschwächt worden, dennoch hagelte es weiterhin Kritik von Kinderrechtsorganisationen, Ärzten und Experten. Nun verzichtet Berger gänzlich auf die Neuregelung: Sie wolle stattdessen eben die bereits bestehenden Anzeige- und Meldepflichten den betreffenden Stellen "nachdrücklich in Erinnerung rufen".

Maßnahmen-Verschärfung. Weiters im Paket enthalten sind etwa der Ausbau der Einstweiligen Verfügung zum Schutz vor Gewalt, höhere Strafen bei "fortgesetzter Gewaltausübung", Opferschutz-Regelungen auch im Zivilverfahren sowie ein Vorschuss auf Schmerzensgeld für Gewaltopfer. Zudem sind schärfere Maßnahmen gegen Sexualstraftäter vorgesehen: gerichtliche Aufsicht, längere Probezeiten und Tilgungsfristen sowie Berufs- und Tätigkeitsverbote.

Kompromiss. Zugunsten dieser Punkte lasse sie die Anzeigenpflicht fallen, so Berger. Sie wünscht sich einen Beschluss des Pakets im Ministerrat am Dienstag, um es noch vor der Wahl im Nationalrat zur Abstimmung zu bringen. Damit könnte es mit 1. Jänner 2009 in Kraft treten. Für eine Einigung mit dem Koalitionspartner ist sie optimistisch, schließlich sei doch der "letzte Verhandlungsstand" eine Einigung gewesen - bis eben auf die Anzeigenpflicht: "Wir waren schon da."


KLEINE.tv

Nordkorea schießt drei Raketen ab

Noch nicht bewertet

 

Politik im Bild

Schwarz-gelber Protest im Nationalrat 

Schwarz-gelber Protest im Nationalrat

 

Griechenland in der Krise



Politiker und Promis im Visier der Justiz

Foto: APA/AP/Reuters
 

Steirische Strukturreform

APA

Die Landesspitze baut die Gemeindestruktur massiv um. Im Jahr 2015 soll es von den derzeit 539 nur mehr 285 Gemeinden geben.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang