Koalition mit FPÖ? "Jein" aus SPÖ
Villachs Bürgermeister löste eine Debatte aus.
Wie stehen Kärntens SP-Granden zur Meinung ihres mächtigen Villacher Bürgermeister Helmut Manzenreiter, unter bestimmten Voraussetzungen sei für ihn eine Koalition mit der FPÖ auf Bundesebene vorstellbar (siehe Kärntner Woche)?
"Gemeindechefs sollen mit allen arbeiten." Der rote Spitzenkandidat für die Nationalratswahl, Gerhard Köfer, will Manzenreiters Meinung als die eines Bürgermeisters verstanden wissen.
"Wir Gemeindechefs müssen mit allen reden und arbeiten können", sagt Spittals Bürgermeister, "allerdings sehe ich in der momentanen Aufstellung der FPÖ keine Möglichkeit für
so eine Konstellation." Wichtig sei es, Erster bei den Wahlen zu
werden, danach sehe sowieso immer alles anders aus. Schlag nach beim seinerzeitigen Wahl-Dritten Wolfgang Schüssel. Der St. Veiter Bürgermeister Gerhard Mock zeigt sich etwas offener. Er will
gar keine Koalition ausschließen und weist darauf hin, dass
die SPÖ in Kärnten mit dem BZÖ eine Koalition hatte.
Klares Nein von Rohr. Jede gewählte Partei solle ernst genommen werden. Bei Koalitionsverhandlungen müssten allerdings die eigenen Ideen durchgesetzt werden.
Das hätte Kanzler Alfred Gusenbauer bei den letzten Koalitionsgesprächen siehe Studiengebühren verbockt.
Ein klares Nein zu einer Koalition mit der FPÖ kommt vom Chef. "Wenn die FPÖ bei ihren
derzeitigen extremen Positionen, etwa in Sachen EU und Ausländern bleibe, ist das unvorstellbar", stellte Reinhart Rohr die Fronten klar. Ein Bekenntnis zu einem humanistischen Menschenbild sei nötig.













