Bis zu drei Mio Wahlkampfbudget für Grüne und FPÖ
Für den anstehenden Wahlkampf setzen Grüne und FPÖ auf ein finanziell und zeitlich knappes Wahlkampfbudget.
Die Kleinparteien rüsten sich für den Wahlkampf.
Sowohl bei den Grünen, als auch bei FPÖ und BZÖ bereitet man bereits
Strategien, Organisation und Zeitpläne vor. Die Budgets stehen indes
bereits fest: Grüne und FPÖ ziehen diesmal beide mit 2,5 bis 3 Mio
Euro in die Schlacht. Das BZÖ hat eine Mio Euro zur Verfügung. Das
erklärten die Parteien auf APA-Anfrage. Interessant dabei: Während
die Spitzenkandidaten bei Grünen und FPÖ bereits feststehen, hat sich
das BZÖ noch nicht auf die Kandidatur von Parteichef Peter
Westenthaler festgelegt.
Wohlfühl-Botschaften.
Dir Grünen dürften diesmal weniger auf Wohlfühl-Botschaften als
bei der Nationalratswahl 2006 setzen. So kündigte der Grüne
Bundesparteisekretär Lothar Lockl gegenüber der Austria Presse Agentur an, dass man sich
"vielleicht in ungewohntem Ausmaß" von der Regierung abgrenzen werde.
Er sprach von einem "entschiedenen und deutlichem Wahlkampf". So
gelte es, deren offene Baustellen aufzuzeigen, meinte er. Beispiele:
Bildungsdebatte und Kinderbetreuung. Lösungen wollen die Grünen im
Energiebereich anbieten. Motto: "Raus aus Öl- Gas- und Atomstrom -
hin zu erneuerbaren Energien". Wähler möchte man insbesondere unter
den jungen Menschen mobilisieren, aber auch die "Generation 50+" ist
Zielgruppe. Da die Partei insbesondere bei den Jungen Wählerpotential
ortet, wird man verstärkt auf Internet-Inserate setzen.
Platz 3.
Strategisch werden die Grünen den Kampf um Platz Drei in den
Mittelpunkt ihres Wahlkampfs stellen. Verhindert werden soll
"Schwarz-Blau" oder "Rot-Blau", wie Lockl ausführte. Wann man mit
ersten offiziellen Veranstaltungen beginnt, ist laut Lockl noch
unklar. Spitzenkandidat Alexander Van der Bellen wird jedenfalls beim
Bundeskongress am 7.September in Wien offiziell fixiert.
Zeitkorsett.
Bei der FPÖ laufen alle organisatorischen Aktionen ebenfalls
bereits "auf Hochtouren", wie Wahlkampfleiter Herbert Kickl gegenüber
der Austria Presse Agentur erklärte. Das grobe "Zeitkorsett" für den Wahlkampf sieht
laut Kickl folgendermaßen aus: Ende Juli will man mit den
Listenerstellungen fertig sein, die Spitzenkandidur von
Heinz-Christian Strache wird dann ebenfalls offiziell fixiert. Mitte
August starten die Plakatierungen. Die erste öffentliche
Wahlkampfauftaktveranstaltung ist Ende August "auf einem großen
Platz" in der Linzer Innenstadt geplant, wie Kickl ankündigte.
"Werte".Thematisch setzen die Blauen auf Altbewährtes: So steht die
Zuwanderung bzw. die Differenzierung zwischen Österreichern und
Ausländern in der Sozialpolitik für die FPÖ nach wie vor ganz oben
auf der Liste. Außerdem möchte man die "Wertedebatte" in den
Vordergrund stellen. Dabei geht es laut Kickl nicht nur um die
"Islamisierung" sondern auch um die Homo-Ehe, die von der FPÖ
abgelehnt wird. Das Wahlkampfbudget der FPÖ bezifferte mit 2,5 bis 3
Mio. Euro.
BZÖ spart.
"Die Ärmel aufgekrempelt" hat auch schon das BZÖ. Dort setzt man
den Wahlkampf - wohl aus finanziellen Gründen - für vier Wochen an.
Offiziell begründet BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz allerdings den
"kurzen und sparsamen" Wahlkampf, damit, dass man mit "positivem
Beispiel vorangehen" und keinen Cent der Österreicher zu viel
ausgeben wolle. Einen großen Gönner im Hintergrund habe seine Partei
nicht, erklärte Grosz nach entsprechenden Gerüchten gefragt.
Allerdings seien viele "kleine und mittelständische Idealisten"
bereit, den Wahlkampf zu unterstützen.
Spitzenkandidat.
Die Frage nach dem Spitzenkandidaten will Grosz nicht beantworten.
Dies sei noch kein Thema. Jetzt gehe es erst einmal um die Bestellung
der Bezirks- und Landeslisten. Wer das Bündnis in den Wahlkampf
führen wird, werde "in den nächsten Wochen" geklärt. Mit der ersten
öffentlichen Kundgebung rechnet Grosz Ende August. Ihren Schwerpunkt
wollen die Orangen im Wahlkampf auf die Teuerung legen. Außerdem
möchte das BZÖ wieder "Verantwortung wahrnehmen" - sprich in die
Regierung und dies auch im Wahlkampf rüberbringen.













