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Zuletzt aktualisiert: 11.07.2008 um 13:13 UhrKommentare

Bis zu drei Mio Wahlkampfbudget für Grüne und FPÖ

Für den anstehenden Wahlkampf setzen Grüne und FPÖ auf ein finanziell und zeitlich knappes Wahlkampfbudget.

Die Kleinparteien rüsten sich für den Wahlkampf. Sowohl bei den Grünen, als auch bei FPÖ und BZÖ bereitet man bereits Strategien, Organisation und Zeitpläne vor. Die Budgets stehen indes bereits fest: Grüne und FPÖ ziehen diesmal beide mit 2,5 bis 3 Mio Euro in die Schlacht. Das BZÖ hat eine Mio Euro zur Verfügung. Das erklärten die Parteien auf APA-Anfrage. Interessant dabei: Während die Spitzenkandidaten bei Grünen und FPÖ bereits feststehen, hat sich das BZÖ noch nicht auf die Kandidatur von Parteichef Peter Westenthaler festgelegt.

Wohlfühl-Botschaften. Dir Grünen dürften diesmal weniger auf Wohlfühl-Botschaften als bei der Nationalratswahl 2006 setzen. So kündigte der Grüne Bundesparteisekretär Lothar Lockl gegenüber der Austria Presse Agentur an, dass man sich "vielleicht in ungewohntem Ausmaß" von der Regierung abgrenzen werde. Er sprach von einem "entschiedenen und deutlichem Wahlkampf". So gelte es, deren offene Baustellen aufzuzeigen, meinte er. Beispiele: Bildungsdebatte und Kinderbetreuung. Lösungen wollen die Grünen im Energiebereich anbieten. Motto: "Raus aus Öl- Gas- und Atomstrom - hin zu erneuerbaren Energien". Wähler möchte man insbesondere unter den jungen Menschen mobilisieren, aber auch die "Generation 50+" ist Zielgruppe. Da die Partei insbesondere bei den Jungen Wählerpotential ortet, wird man verstärkt auf Internet-Inserate setzen.

Platz 3. Strategisch werden die Grünen den Kampf um Platz Drei in den Mittelpunkt ihres Wahlkampfs stellen. Verhindert werden soll "Schwarz-Blau" oder "Rot-Blau", wie Lockl ausführte. Wann man mit ersten offiziellen Veranstaltungen beginnt, ist laut Lockl noch unklar. Spitzenkandidat Alexander Van der Bellen wird jedenfalls beim Bundeskongress am 7.September in Wien offiziell fixiert.

Zeitkorsett. Bei der FPÖ laufen alle organisatorischen Aktionen ebenfalls bereits "auf Hochtouren", wie Wahlkampfleiter Herbert Kickl gegenüber der Austria Presse Agentur erklärte. Das grobe "Zeitkorsett" für den Wahlkampf sieht laut Kickl folgendermaßen aus: Ende Juli will man mit den Listenerstellungen fertig sein, die Spitzenkandidur von Heinz-Christian Strache wird dann ebenfalls offiziell fixiert. Mitte August starten die Plakatierungen. Die erste öffentliche Wahlkampfauftaktveranstaltung ist Ende August "auf einem großen Platz" in der Linzer Innenstadt geplant, wie Kickl ankündigte.

"Werte".Thematisch setzen die Blauen auf Altbewährtes: So steht die Zuwanderung bzw. die Differenzierung zwischen Österreichern und Ausländern in der Sozialpolitik für die FPÖ nach wie vor ganz oben auf der Liste. Außerdem möchte man die "Wertedebatte" in den Vordergrund stellen. Dabei geht es laut Kickl nicht nur um die "Islamisierung" sondern auch um die Homo-Ehe, die von der FPÖ abgelehnt wird. Das Wahlkampfbudget der FPÖ bezifferte mit 2,5 bis 3 Mio. Euro.

BZÖ spart. "Die Ärmel aufgekrempelt" hat auch schon das BZÖ. Dort setzt man den Wahlkampf - wohl aus finanziellen Gründen - für vier Wochen an. Offiziell begründet BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz allerdings den "kurzen und sparsamen" Wahlkampf, damit, dass man mit "positivem Beispiel vorangehen" und keinen Cent der Österreicher zu viel ausgeben wolle. Einen großen Gönner im Hintergrund habe seine Partei nicht, erklärte Grosz nach entsprechenden Gerüchten gefragt. Allerdings seien viele "kleine und mittelständische Idealisten" bereit, den Wahlkampf zu unterstützen.

Spitzenkandidat. Die Frage nach dem Spitzenkandidaten will Grosz nicht beantworten. Dies sei noch kein Thema. Jetzt gehe es erst einmal um die Bestellung der Bezirks- und Landeslisten. Wer das Bündnis in den Wahlkampf führen wird, werde "in den nächsten Wochen" geklärt. Mit der ersten öffentlichen Kundgebung rechnet Grosz Ende August. Ihren Schwerpunkt wollen die Orangen im Wahlkampf auf die Teuerung legen. Außerdem möchte das BZÖ wieder "Verantwortung wahrnehmen" - sprich in die Regierung und dies auch im Wahlkampf rüberbringen.


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