Neuwahl: 28. September als Wahltermin fixiert
Drei-Parteien-Antrag wird von SPÖ, ÖVP und Grünen eingebracht.

Foto © APA
Die Neuwahlen werden am 28. September stattfinden.
Ein entsprechender Drei-Parteien-Antrag von SPÖ, ÖVP und Grünen wird
auch von FPÖ und BZÖ unterstützt. Offiziell festgelegt wird der
Termin von der Regierung beim auf Donnerstag verschobenen
Ministerrat. Am morgigen Mittwoch sind um 08.00 Uhr früh
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (S) und Vizekanzler Wilhelm Molterer
(V) bei Bundespräsident Heinz Fischer geladen.
Wahlkampf läuft an.
Der Wahlkampf läuft unterdessen voll an. Im Nationalrat warf die
SPÖ der ÖVP vor, "mutwillig" die Zusammenarbeit in der Großen
Koalition beendet zu haben. Die ÖVP wiederum bezeichnete den
EU-Schwenk der SPÖ als "Verrat" nicht nur am Regierungsprogramm,
sondern auch an der eigenen Seele. Die Grünen sprachen von einem
verlorenen Regierungsjahr, die FPÖ erwartet bei den Neuwahlen eine
Abrechnung mit der "unverantwortlichen" SPÖ-ÖVP-Regierung und das BZÖ
kritisierte die "mut- und kraftlose Regierung".
Wahlwerbung:
Wahlkampfinserate.
Die ÖVP schaltet unterdessen großflächige Wahlkampfinserate in
mehreren Tageszeitungen. Darin wirbt Spitzenkandidat ÖVP-Chef Wilhelm
Molterer um einen "Neustart für Österreich". Er verspricht "Klarheit
und Verlässlichkeit, Ehrlichkeit und Handlungsfähigkeit" und bekennt
sich zu EU.
Neue Gruppen.
Neben den fünf Parlamentsparteien SPÖ, ÖVP, Grüne, FPÖ und BZÖ
dürften auch einige neue Gruppen kandidieren. So hat der Tiroler
ÖVP-Dissident Fritz Dinkhauser angekündigt, zumindest in Tirol fix
bei den Nationalratswahlen anzutreten. Und die Anti-EU-Gruppe "Rettet
Österreich" um Karl Nowak will sogar bundesweit kandidieren. Der
EU-Abgeordnete Hans Peter Martin überlegt noch eine eigene Kandidatur
und das LIF dürfte seine Entscheidung für ein Antreten am Wochenende
fällen.
131274670
Paukenschlag.
Einen Paukenschlag für die SPÖ setzte es Dienstag abend in
Kärnten, wo die dortige SP-Landeschefin Gaby Schaunig überraschend
ihren Rücktritt bekanntgab. Sie wird vollkommen aus der Politik
ausscheiden. Ihr Nachfolger soll Reinhart Rohr werden.












