Wiener ÖVP an Häupl: "Fürchten uns nicht"
Der Wiener Bürgermeister und SP-Landesparteichef Michael Häupl zeigt sich für die Neuwahl auf Bundesebene optimistisch.

Foto © APAWiens Bürgermeister Michael Häupl
Die ÖVP zeigt sich von Wahlkampfankündigungen des
Wiener Bürgermeisters Michael Häupl (S) unbeeindruckt. "Wir fürchten
uns nicht! Ganz egal, wer den Wahlkampf der SPÖ in Wien leitet", so
Landesgeschäftsführer Norbert Walter am Dienstag in einer Aussendung.
Fürchten müsse sich angesichts der in Wien losgetretenen
Gebührenlawine eher die SPÖ.
Die Wähler würden dies ebenso wenig vergessen, wie die Fehler der
SP-Stadtratsriege. Die ÖVP werde in Wien einen sachlichen
Themenwahlkampf führen, ohne dabei die Grauslichkeiten auszuklammern,
welche die SPÖ den Bewohnern der Stadt zugemutet habe, so Walter.
"Erster".
"Keine Frage, die SPÖ wird Erster", sagte Häupl am
Dienstag am Rande seines wöchentlichen Pressegesprächs im Rathaus.
Voraussetzung sei, dass man das Wählerpotenzial ausschöpfe und die
Menschen aus dem "Wartesaal des Nichtwählertums" zurückhole.
"ÖVP fürchte dich". Die Wiener SPÖ sei auf Wahlen gut vorbereitet, schließlich habe er
den Herbsttermin schon länger prophezeit, so Häupl. Werner Faymann
wird dabei Wiener Spitzenkandidat. Auch der Kampagnenchef steht schon
fest. "ÖVP fürchte dich, Harry Kopietz leitet den Wahlkampf", sagte
der Bürgermeister. Danach wird der Landesparteisekretär in die
Position des Ersten Landtagspräsidenten wechseln.
Kein Jobvermittler. Zur künftigen Beschäftigung des scheidenden Bundeskanzlers Alfred
Gusenbauer meinte Häupl, er sei kein Jobvermittler: "Aber wie ich
schon einmal bei anderer Gelegenheit sagte, Freunde lasse ich nicht
im Stich." Fragen zu seiner eigenen Rolle bei den
SP-Personalentscheidungen wich er aus. "Alle Königsmacher- und
Königsmörderlegenden bitte ich zu den Akten zu legen", so der Wiener
SP-Chef.
Gegen FPÖ-Koalition. Auch zu möglichen Koalitionspartnern gab sich Häupl verschlossen.
"Meine Lieblingsvariante einer Regierung ist die absolute Mehrheit
der SPÖ", sagte er. Einen blauen Vizekanzler würde er nicht
akzeptieren: "Außer ich muss, wenn die ÖVP eine Koalition mit der FPÖ
eingeht." Häupl verwies erneut auf einen gültigen
SP-Parteitagsbeschluss gegen eine Koalition mit der FPÖ.












