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Zuletzt aktualisiert: 08.07.2008 um 14:37 UhrKommentare

Wiener ÖVP an Häupl: "Fürchten uns nicht"

Der Wiener Bürgermeister und SP-Landesparteichef Michael Häupl zeigt sich für die Neuwahl auf Bundesebene optimistisch.

Wiens Bürgermeister Michael Häupl

Foto © APAWiens Bürgermeister Michael Häupl

Die ÖVP zeigt sich von Wahlkampfankündigungen des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl (S) unbeeindruckt. "Wir fürchten uns nicht! Ganz egal, wer den Wahlkampf der SPÖ in Wien leitet", so Landesgeschäftsführer Norbert Walter am Dienstag in einer Aussendung. Fürchten müsse sich angesichts der in Wien losgetretenen Gebührenlawine eher die SPÖ. Die Wähler würden dies ebenso wenig vergessen, wie die Fehler der SP-Stadtratsriege. Die ÖVP werde in Wien einen sachlichen Themenwahlkampf führen, ohne dabei die Grauslichkeiten auszuklammern, welche die SPÖ den Bewohnern der Stadt zugemutet habe, so Walter.

"Erster". "Keine Frage, die SPÖ wird Erster", sagte Häupl am Dienstag am Rande seines wöchentlichen Pressegesprächs im Rathaus. Voraussetzung sei, dass man das Wählerpotenzial ausschöpfe und die Menschen aus dem "Wartesaal des Nichtwählertums" zurückhole.

"ÖVP fürchte dich". Die Wiener SPÖ sei auf Wahlen gut vorbereitet, schließlich habe er den Herbsttermin schon länger prophezeit, so Häupl. Werner Faymann wird dabei Wiener Spitzenkandidat. Auch der Kampagnenchef steht schon fest. "ÖVP fürchte dich, Harry Kopietz leitet den Wahlkampf", sagte der Bürgermeister. Danach wird der Landesparteisekretär in die Position des Ersten Landtagspräsidenten wechseln.

Kein Jobvermittler. Zur künftigen Beschäftigung des scheidenden Bundeskanzlers Alfred Gusenbauer meinte Häupl, er sei kein Jobvermittler: "Aber wie ich schon einmal bei anderer Gelegenheit sagte, Freunde lasse ich nicht im Stich." Fragen zu seiner eigenen Rolle bei den SP-Personalentscheidungen wich er aus. "Alle Königsmacher- und Königsmörderlegenden bitte ich zu den Akten zu legen", so der Wiener SP-Chef.

Gegen FPÖ-Koalition. Auch zu möglichen Koalitionspartnern gab sich Häupl verschlossen. "Meine Lieblingsvariante einer Regierung ist die absolute Mehrheit der SPÖ", sagte er. Einen blauen Vizekanzler würde er nicht akzeptieren: "Außer ich muss, wenn die ÖVP eine Koalition mit der FPÖ eingeht." Häupl verwies erneut auf einen gültigen SP-Parteitagsbeschluss gegen eine Koalition mit der FPÖ.


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