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Zuletzt aktualisiert: 08.09.2012 um 11:12 UhrKommentare

Extra-Job für den Ex-Landesrat

Für den zurückgetretenen Landesrat Achill Rumpold wird in der Landesregierung ein neuer Posten als Unterabteilungschef geschaffen. Personalsparkurs des Landes gilt nicht für alle. Von Andrea Bergmann

LH Dörfler muss die Bestellung Rumpolds unterschreiben

Foto © KLZ/TraussnigLH Dörfler muss die Bestellung Rumpolds unterschreiben

Vom Landesrat zum Landesbediensteten. Diesen formellen Rückschritt beschreitet Achill Rumpold, der für Wolfgang Waldner (ÖVP) tätig wird, sein Nachfolger als Landesrat. Nach drei Wochen Urlaub warten ab 1. Oktober der Posten als Unterabteilungsleiter der Gemeindeabteilung samt 500 Euro Zulage auf ihn. Damit nicht genug. Rumpold war auch unter Landesrat Josef Martinz Landesbediensteter, die Zulagen, die er als politischer Sekretär bekam, erhält er trotz neuer Funktion wieder. Weil für Rumpold in der Gemeindeabteilung ein neuer Posten als Unterabteilungsleiter geschaffen wird, hagelt es Kritik.

Neuer Aufgabenbereich

Neu ist auch der Aufgabenbereich: Rumpold soll die Kooperationen von Gemeinden bzw. zwischen Land, Bezirksbehörden und Gemeinden vorantreiben. Er soll nun das vorantreiben, was er als Landesrat/Gemeindereferent politisch forciert hat. Gernot Nischelwitzer erinnert als Obmann der Zentralpersonalvertretung daran, dass sich Rumpold als Landesrat mit seinem Sparkurs in der Verwaltung und beim Personal brüstete. Jetzt kehre er "samt Sondervertrag als weißer Elefant in die Verwaltung zurück". Auf einen eigens geschaffenen Dienstposten, wie auch Grünen-Chef Frank Frey kritisiert und von "proporzgesteuerte Versorgungspolitik" spricht. Denn die Bestellung erfolgt durch Landeshauptmann Gerhard Dörfler.

Zehn Unterabteilungen

Franz Sturm verweist als Kompetenzzentrums-Chef auf zehn Unterabteilungen. Ein Leiter scheide aus, dessen Posten werde nicht nachbesetzt, der Platz für Rumpold komme neu hinzu, bleiben also wieder zehn. Würde der Personalsparkurs so umgesetzt, wie von Rumpold und Harald Dobernig (FPK) als Personalreferenten ursprünglich betrieben, dürften es nur noch neun sein.

Neu in den Landesdienst aufgenommen wird auf FPK-Ansuchen Gerd Miesenböck, FPK-Gemeinderat aus Klagenfurt. Verwendung? Noch unbekannt. Horst Moser (60) will zwar noch einige Zeit Unterabteilungsleiter der Volkskultur bleiben, ins Team soll laut Dobernig Karl Altmann kommen, derzeit ORF-Redakteur. "Unterschrieben ist noch nichts", sagt Altmann dazu.

ANDREA BERGMANN

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