Fotografierverbot im Landtag schlägt Wellen
Eine mitgefilmte Szene vor dem Sitzungssaal entkräftet die Vorwürfe von Kurt Scheuch gegen APA-Fotograf Gert Eggenberger. Ab sofort darf nur noch zu Beginn einer Landtagssitzung fotografiert werden.

Foto © PeutzAPA-Fotograf Gert Eggenberger
"Die FPK bewegt sich demokratiepolitisch zurück in die Steinzeit", sagt der Grüne Mediensprecher Dieter Brosz. "An Zeiten, von denen man glaubte, sie seien längst Vergangenheit", fühlt sich Dagmar Staubmann vom Bund Sozialdemokratischer Akademiker (BSA) erinnert. Die SPÖ fordert umgehend eine Entschuldigung der FPK bei Pressefotograf Gert Eggenberger. Dessen Hinauswurf aus dem Landtagssaal und seine unliebsame Begegnung mit FPK-Politiker Kurt Scheuch vor dem Saal hat österreichweit Wellen geschlagen. Zumal Scheuch in einem ORF-Auftritt behauptete, Eggenberger wäre ihm zu nahe gekommen, hätte ihn "verblitzt" und "hunderte Male abgeschossen".
Die vom Fernsehsender ATV mitgefilmte Szene vor dem Sitzungssaal entkräftet die Vorwürfe gegen Eggenberger. Seine Kamera hatte gar keinen Blitz.
Scheuchs Parteifreund Landtagspräsident Josef Lobnig verteidigt seine Entscheidung, nur noch zu Beginn einer Sitzung im Saal fotografieren zu lassen. Im Parlament gäbe es noch strengere Regelungen, schrieb er in Reaktion auf die heftigen Proteste der Chefredakteure der Kleinen Zeitung, Reinhold Dottolo, und der Austria Presseagentur (APA), Michael Lang. Die Regelung im Parlament gibt es schon sehr lange. Deshalb wird Lobnigs Vorgehen als "Anlassentscheidung" interpretiert - weil die FPK Bilder von ihren Auszügen verhindern wolle.
















