ÖVP-Parteitag so offen wie noch nie
Für den Sonderparteitag am 6. Oktober sind Einladungen an alle 2600 Funktionäre gegangen. / Prüfbericht über die Parteifinanzen.

Foto © KK/ÖVPFührt ab sofort die VP-Geschäfte: J. Anichhofer
Nach dem desaströsen Abgang von Josef Martinz hält die ÖVP am 6. Oktober ihren Sonderparteitag ab. Erstmals sind alle 2600 Funktionäre zur Stimmabgabe eingeladen, der designierte Parteichef Gabriel Obernosterer rechnet mit dem Kommen von 1500 Personen. Organisieren wird die Großveranstaltung der neue Parteigeschäftsführer Josef Anichhofer (36), seit drei Jahren im Regierungsbüro des ÖVP-Gemeindereferenten. Obernosterer will auch Spitzenkandidat für die Landtagswahl werden, "sofern die Partei es wünscht". Nicht Nein sagen will er zur Variante, nach der Landtagswahl auch ÖVP-Landesrat zu werden. Der Nachfolger für Achill Rumpold wird jedenfalls ein Kurzzeit-Landesrat.
Obernosterer beginnt nicht nur personell in der ÖVP neu, sondern fängt in Bezug auf die Finanzen überhaupt "bei null" an. Am Tag seines Amtsantritts hat er alles versperren lassen. Das bestehende Girokonto wurde aufgelöst und ein neues eröffnet. Der scheidende Landesgeschäftsführer Thomas Goritschnig nimmt für sich in Anspruch, die Parteifinanzen ordentlich geführt zu haben. Wirtschaftsprüfer Wolfgang Rossbacher nahm eine Prüfung vor und gab den Bestätigungsvermerk: "Weder in der Kassa noch auf den Konten der Partei konnten nicht zuordenbare Zahlungseingänge festgestellt werden."
















