Personalrochaden? Heiteres Beruferaten in der ÖVP
Wer schweigt, nährt Gerüchte: Die Krise in der ÖVP führt zu teils skurrilen Spekulationen über Personalrochaden in der Partei. Im Zentrum dieser Spekulationen stehen die Minister Fekter, Bandion-Ortner, Mitterlehner und Spindelegger. Offiziell werden alle Spekulationen zurückgewiesen.

Foto © APAÖVP quo vadis? Die Partei kämpft derzeit gegen die Gerüchteküche
Die Krise in der ÖVP führt zu teils skurrilen Spekulationen über Personalrochaden in der Partei. In fast allen Medien wird über personelle Änderungen nach der Rückkehr von Parteiobmann Pröll gerätselt. Im Zentrum dieser Spekulationen stehen die Minister Fekter, Bandion-Ortner, Mitterlehner und Spindelegger. So wird Fekter u.a. als geschäftsführende Parteiobfrau gehandelt.
Zahlreiche mögliche Personalrochaden
Es wird aber auch gemutmaßt, die studierte Juristin Fekter könnte das Justizressort übernehmen. Mitterlehner zeigte sich in der Ö1-Sendung "Im Journal zu Gast" am Samstag überzeugt, dass die ÖVP die Krise überstehen und Josef Pröll als Parteiobmann zurückkehren werde. Mitterlehner selbst wird einerseits als möglicher Parteiobmann gehandelt, sollte Josef Pröll das Handtuch werfen. Anderseits wird als Lösungsvariante, mit der Pröll von seiner Dreifach-Belastung als Parteichef, Vizekanzler und Finanzminister entlastet werden könnte, ventiliert, Mitterlehner könnte ins Finanzministerium wechseln und Pröll das Wirtschafts- und Familienministerium übernehmen.
Außenminister Spindelegger wird ebenfalls als möglicher Pröll-Nachfolger gehandelt. Neuerdings ist zudem das Gerücht aufgetaucht, Spindelegger könnte Innenminister werden, wenn Fekter das Justizressort übernimmt. Als möglicher neuer Innenminister wird aber auch Klubobmann Karlheinz Kopf genannt, womit dann Fekter die Parlamentsfraktion übernehmen könnte. Allerdings dürfte sie wenig Lust haben, das Innenministerium aufzugeben.
Auch Erwin Pröll mit im Spiel
Eher unwahrscheinlich scheint die ebenfalls kolportierte Variante, Pröll könnte mit Bandion-Ortner und Wissenschaftsministerin Beatrix Karl gleich zwei Frauen aus dem ÖVP-Regierungsteam werfen. Gleiches gilt wohl auch für die Spekulation, Klubobmann Kopf oder gar der Niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll könnten die Parteiführung übernehmen. Kopf wird im übrigen wie auch Generalsekretär Fritz Kaltenegger überhaupt infrage gestellt.
Aus dem Büro der Innenministerin hieß es am Samstag, das alles sei reine "Kaffeesudleserei". Dabei hatte Fekter selbst die Gerüchte mit der Ankündigung genährt, dass es eine "ganz neue ÖVP" geben werde, wenn Josef Pröll zurückkommt. Fix erscheint derzeit in der ÖVP jedenfalls nichts, möglich, dass sie sich lediglich über eine inhaltliche Diskussion neuauszurichten versucht. Dafür käme der Programmkongress am 20./21. Mai in Innsbruck gerade recht.
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Fakten
Vizekanzler Josef Pröll hatte am 24. März nach einem mehrtägigen Spitalsaufenthalt aufgrund einer Lungenembolie in Reha begeben und ursprünglich rund zwei Wochen für seine Rekonvaleszenz ins Auge gefasst. Die Ärzte gäben allerdings zu bedenken, dass "jeder normale Mensch nach einer solchen Erkrankung durchschnittlich vier bis sechs Wochen" zur vollständigen Genesung brauche, unterstrich Prölls Sprecher.








