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Zuletzt aktualisiert: 24.02.2013 um 14:51 UhrKommentare

Vereintes Sägen an Pröll-Absoluter

Die Spitzenkandidaten von SPÖ, FPÖ und Grünen waren sich in der großen TV-Diskussion einig: Die ÖVP-Absolute muss fallen. Pröll forderte die Wähler auf, "klar zu entscheiden" - der nicht anwesende Stronach schoss sich nach der Sendung vor allem auf ihn ein.

Foto © APA

Die absolute Mehrheit der ÖVP in Niederösterreich müsse bei der Landtagswahl am 3. März fallen. Darin sind sich die Spitzenkandidaten von SPÖ, FPÖ und Grünen am Sonntag in der TV-Diskussion des ORF-Landesstudios in St. Pölten einig gewesen. Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) rief im Gegensatz dazu auf, "klar zu entscheiden".

"Nie mehr spekulieren"

Der kommende Sonntag sei auch eine Wahl der politischen Kultur und des gegenseitigen Respekts, sagte LHStv. Sepp Leitner (SPÖ). Es gehe darum, Ideen anderer ebenfalls zu respektieren. Falle die "Absolute" der ÖVP im Land, werde es möglich sein, "dass nie mehr spekuliert" werde. "Wir wollen investieren", so Leitner. Nicht einer solle alles bestimmen können, die Sozialdemokratie daher gestärkt werden.

"Es braucht einen Bruch der absoluten Mehrheit, damit eine Korrektur eintreten kann", hielt Landesrätin Barbara Rosenkranz (FPÖ) fest. Sie verwies insbesondere darauf, dass Sicherheit ein "elementares Problem" sei. Es sei "ganz wichtig, dass die absolute Mehrheit der ÖVP gebremst wird", betonte Klubobfrau Madeleine Petrovic (Grüne). Es gebe "kein faires Wahlrecht", weil jedes Kreuz bei Pröll auch eine Stimme für die Volkspartei sei.

Der Landeshauptmann entgegnete, dass die Niederösterreicher seit 20 Jahren wüssten, "wie ich regiere, wie ich mit dem Land umgehe". Er werde "kein anderer Mensch im 21. Jahr". Daher seine Bitte um Klarheit am 3. März. Bei der niederösterreichischen "Elefantenrunde" in St. Pölten nicht dabei war wie angekündigt Frank Stronach. Der für ihn bereitgestellte Sessel blieb leer.

Kritik vom Abwesenden

Stronach hat die Diskussion in einer anschließenden "Puls 4"-Sendung als "lauwarme Diskussion" bezeichnet, "weil keiner was von Wirtschaft versteht". Ansonsten fokussierte der Austro-Kanadier seinen Kommentar ausschließlich auf Landeshauptmann Erwin Pröll (V), dem er - einmal mehr - vorwarf, schlecht gewirtschaftet zu haben. Ein Untersuchungsausschuss in der Causa Spekulationen sei notwendig. Vor der Wahl werde alles vertuscht, meinte Stronach. Danach werde feststehen, dass es in Niederösterreich "noch viel schlimmer" sei als in Salzburg.

Stronach wiederholte auch seine bisherigen Leistungen für Niederösterreich, nämlich 2.000 Arbeitsplätze geschaffen und 400 Mio. Euro investiert zu haben. In Sachen der ihm im Wahlkampf von der ÖVP vorgeworfenen "Baustellen" - vom einst geplanten Erlebnispark ("Kugel") bis zum geplanten Stadionbau in Wiener Neustadt - erklärte er, Pröll sage nicht die Wahrheit.


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