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Zuletzt aktualisiert: 04.10.2012 um 10:33 UhrKommentare

Demo gegen "Fleckerlteppich" Kindergarten

Baustelle Elementarbildung: Am Samstag gehen die Kleinkind-Pädagogen auf die Straße. Sie fordern weniger Kinder pro Gruppe und mehr Platz und Personal.

Foto © APA

"Gegen die unzumutbaren Rahmenbedingungen in elementaren Bildungseinrichtungen wie Kindergärten, Krippen und Krabbelstuben" protestieren am Samstag (6. Oktober) Kindergarten- und Hortpädagogen bzw. Kindergartenhelfer bzw. -assistenten. Kritisiert werden etwa zu große Gruppen, zu kleine Gruppenräume und Verdienstmöglichkeiten, Zeitdruck sowie der "Fleckerlteppich" bei den gesetzlichen Bestimmungen, heißt es in der Demo-Ankündigung. Die knappen Ressourcen würden die Umsetzung des "bundesländerübergreifenden Bildungs-Rahmenplans für elementare Bildungseinrichtungen in Österreich oft unmöglich machen.

Die Demonstration beginnt um 13 Uhr vor dem Unterrichtsministerium am Minoritenplatz und führt zum Finanzministerium in der Hinteren Zollamtsstraße, wo gegen 15 Uhr auch die Abschlusskundgebung stattfindet. Organisiert wird der Protest von der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB) und der Gewerkschaft vida. Erwartet werden ca. 2.000 Personen.

Gefordert werden unter anderem weniger Kinder pro Gruppe, mehr Platz für Kinder und Personal, höhere Gehälter, eine tertiäre Ausbildung für Kindergartenpädagogen sowie eine 300 Stunden umfassende bundesweit einheitliche Ausbildung für das Unterstützungspersonal. Die Einstiegsgehälter für Pädagogen sind je nach Arbeitgeber unterschiedlich - insgesamt gibt es mehr als 60 unterschiedliche Gehaltstabellen. Bei privaten Kinderbetreuungseinrichtungen liegen sie bei knapp unter 2.000 Euro brutto. Kindergartenassistenten verdienen in den ersten beiden Berufsjahren 1.280 Euro brutto.

In Kindergärten und Kindertagesheimen sind laut Statistik Austria mehr als 50.000 Menschen beschäftigt. Davon sind rund 98 Prozent Frauen und 40 Prozent ausgebildete Pädagogen.


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