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Zuletzt aktualisiert: 08.08.2012 um 14:18 UhrKommentare

Lehrer-Ferienkurse laut Gewerkschaft unmöglich

Foto © APA

Mit dem neuen Dienstrecht sollen Lehrer laut Vorschlag der Regierung zu 15 Stunden Fortbildung pro Jahr verpflichtet werden, die ausschließlich außerhalb der Unterrichtszeit stattfinden müssen. Zuletzt machten Salzburgs Landeshauptfrau Burgstaller und die Wiener Landesschulratspräsidentin Brandsteidl Druck für mehr Kurse in den Ferien. Kritik kam unter anderem von AHS-Lehrergewerkschafter Quin.

Er bezeichnet die Vorstöße als jährlich wiederkehrende "Neiddebatte über die Ferienzeit" und betont, dass Fortbildung nur in den Ferien gar nicht möglich sei. Quin rechnet vor, dass in diesem Fall für die rund 120.000 Lehrer in den Sommerferien 575 Fortbildungsveranstaltungen pro Woche angeboten werden müssten. Werden diese in Seminarform angeboten, würden 575.000 Nächtigungen anfallen, und zwar in der Hochsaison. "Ich - und mit mir wohl die Pädagogischen Hochschulen - wäre hoch zufrieden, stünde nur ein Bruchteil der finanziellen Mittel für die Fortbildung zur Verfügung", die eine solche Umschichtung kosten würde. Die Forderungen Burgstallers und Brandsteidls könnten daher "nur auf einer massiven Teilleistungsschwäche in Mathematik beruhen", so Quin.

Fortbildung ausschließlich in den Ferien anzubieten, ist auch aus Sicht von Pflichtschullehrervertreter Kimberger nicht möglich. "Das ist eine Frage der Organisation und von Angebot und Nachfrage. Alles in den Ferien zu machen, werden wir nicht schaffen", betont er gegenüber der APA. Allerdings würden Pflichtschullehrer schon jetzt "unheimlich viele" Angebote in den ersten und letzten Ferienwochen nutzen.

Insgesamt fallen laut Unterrichtsministerium derzeit nur fünf Prozent der von Lehrern absolvierten Fortbildungen in die Sommerferien. Künftig sollen laut dem Regierungsentwurf "nur bei Vorliegen eines wichtigen dienstlichen Interesses" Stunden ausfallen dürfen, weil Lehrer sich fortbilden.

Quelle: APA

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