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    Zuletzt aktualisiert: 06.07.2012 um 10:25 UhrKommentare

    Alexander Van der Bellen: Abschied aus dem Nationalrat

    Alexander "Sascha" Van der Bellen verlässt den Nationalrat und wechselt in den Wiener Gemeinderat. Grund genug für eine stellenweise durchaus launige Abschiedsrede.

    Quelle © youtube

    Es hat ihn schon gemagerlt, was er sich seit gut eineinhalb Jahren immer wieder anhören musste: Dass er wortbrüchig geworden sei, viele Wähler arg getäuscht habe. Weil er 2010 auf der Liste der Wiener Grünen kandidierte, dann mit 12.000 Vorzugsstimmen vom unwählbaren 29. auf den ersten Listenplatz vorpreschte und dann trotzdem sein Versprechen gebrochen hat, in so einem Fall ins Rathaus zu gehen.

    "Das war ein Makel", denn er 18 Monate zu spät, aber doch mit dem Wechsel vom Parlament ins nahegelegene Wiener Rathaus ausbügeln wolle, sagt Alexander Van der Bellen jetzt. Gleichzeitig gibt er den Job als Uni-Beauftragter der Stadt Wien auf, den er vor zwei Jahren als Feigenblatt für den Wortbruch bekommen hat.

    Neu ist auch, dass "der Sascha", wie ihn Freunde wie Peter Pilz nennen, der Van der Bellen in die Politik gebracht hat, nicht mehr raucht. Seit drei Wochen verblüfft er, ohne krank zu sein, seine Umgebung mit eisernem Willen, auf Glimmstängel zu verzichten. Davor hat er geraucht wie ein Schlot. Dass er sich gleichzeitig für rauchfreie Zonen in Lokalen starkgemacht hat, passt zu ihm.

    Denn frei von Widersprüchen ist auch der verheiratete Vater von zwei erwachsenen Söhnen nicht. Als früheres SPÖ-Mitglied ist der Grün-Politiker mit spitzbübischem Stolz jahrelang mit einem alten Alfa Romeo-Stinker herumgetingelt, bevor er brav auf ein Hybrid-Auto umsattelte.

    Jetzt, wo der im Tiroler Kaunertal nach der Flucht seiner Eltern vor der Roten Armee aufgewachsene "Professor", ein geneigter Leser von Krimis, Donald Duck-Heften und Hundenarr, den Nationalrat nach 18 Jahren verlässt, herrschen bei ihm und im Grünen Klub "Wehmut" vor.

    Weniger vermissen dürfte ihn FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der vom "Professor" mehrfach als Anhänger der "Vodoo-Ökonomie" blamiert worden ist. Weil Strache Anträge gestellt hat, die unfinanzierbar sind. Einschlägige Videos sind auf "You Tube" ein Renner. Der Sachverstand Van der Bellens, der machtpolitisch weiß wie der Hase läuft und sehr diplomatisch sein kann, wird dem damit nicht gesegneten Nationalrat jedenfalls abgehen.

    WOLFGANG SIMONITSCH

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