Stufenplan für Schulschwänzer geplant
In allen Bundesländern sollen bei Verletzungen der Schulpflicht einheitliche Regeln kommen. Die Strafe will die Bildungsministerin auf 440 Euro erhöhen.

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Derzeit gibt es in Österreich keinen einheitlichen Umgang mit Schulschwänzern, wie eine der APA vorliegende Studie im Auftrag des Unterrichtsministeriums zeigt. Ein von Ressortchefin Schmied vorgelegter Entwurf soll nun genau regeln, ab wie vielen Fehlstunden die Schule eingreifen muss. Ein Stufenplan legt fest, wann welche Institutionen eingebunden werden müssen.
Außerdem ist die Anhebung der Strafe für Eltern von notorischen Schulschwänzern von derzeit 220 Euro auf 440 geplant. Integrationsstaatssekretär Kurz beurteilte den Vorschlag zwar prinzipiell positiv, fordert aber gegenüber der APA für Fälle von "Bildungsraub", wenn zum Beispiel ein Vater entscheidet, seine achtjährige Tochter nicht mehr in die Schule gehen zu lassen, eine Strafe von 1.500 Euro. Außerdem brauche es mehr statistische Daten und Motivforschung zu Schulschwänzern.
Konkret sieht der Entwurf vor, dass nach zehn unentschuldigten Fehltagen bzw. 60 -stunden bei einem verpflichtenden Gespräch von Schülern, Eltern und Lehrer schriftlich Schritte zur Verbesserung der Situation vereinbart werden. Zeigt sich innerhalb von vier Wochen keine Verbesserung, werden Schulpsychologen oder -sozialarbeiter hinzugezogen und eine adaptierte Vereinbarung geschlossen. Nach weiteren vier Wochen ohne Verbesserung wird die Schulaufsicht eingeschaltet und Schüler und Eltern über die Folgen weiterer Schulpflichtverletzungen informiert. Bei "Verdacht auf Kindeswohlgefährdung" wird schließlich die Jugendwohlfahrt informiert, die sich verpflichtend mit der Schule austauschen soll. Erst wenn es weiter zu Schulpflichtverletzungen kommt, soll im letzten Schritt die Strafe von 440 Euro zu zahlen sein, wobei auch danach weiter Begleitung und Betreuung der Jugendlichen vorgesehen ist, so der Entwurf.












