Staatsanwalt ermittelt: "Nazi"-Lieder im Amt?
Verdacht der Wiederbetätigung: Seit dem vergangenen Freitag ist eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen einen mit Führungsaufgaben betrauten Mitarbeiter der Landesregierung anhängig.

Foto © Liveostock/SujetfotoDer Staatsanwalt ermittelt in der Kärntner Landesregierung
Auf der Gerüchtebörse kursierte die Geschichte seit Tagen, am Dienstag konnte sie die Kleine Zeitung verifizieren: seit dem vergangenen Freitag ist eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen einen mit Führungsaufgaben betrauten Mitarbeiter des Hauses anhängig. Über deren Inhalt wollten sich weder der Staatsanwalt noch Landesamtsdirektor Dieter Platzer äußern. Aufgrund der Vorgeschichte ist aber vom Verdacht der Wiederbetätigung auszugehen.
Platzer hatte nach einer Sachverhaltsdarstellung von Personalvertretungschef Gernot Nischelwitzer, die schaurige Geschehnisse auf einer Geburtstagsfeier im Amtsgebäude zum Inhalt hat, die Staatsanwaltschaft einschalten müssen. Auf Anfrage ließ Nischelwitzer wissen, dass ein Mitarbeiter sich in einer Weise als Hitler-Darsteller produziert habe, die Kollegen nicht als Parodie erkennen konnten. Höhepunkt: Stechschritt und der Ruf "Ich kapituliere nicht". Weiters habe er einschlägige Lieder gesungen.
Die Angelegenheit ist doppelt brisant, weil es sich bei dem Mann um einen FPK-Ortspolitiker handelt, der schon einmal negativ auffiel. Und obendrein spielte sie sich gerade in jener Abteilung ab, in der die Opferfürsorge angesiedelt ist.












