Grüne wollen sich Piraten einverleiben
Nach der Innsbruck-Wahl, deren Ergebnis den Grünen zu gering ausfällt, prescht Peter Pilz vor: 2013 sollten Piraten bei Grünen kandidieren.

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WIEN, INNSBRUCK. 19 Prozent haben die Grünen bei der Gemeinderatswahl in Innsbruck bekommen, ihr bisher bestes Ergebnis in einer Landeshauptstadt. Jubelstimmung kommt bei der Ökopartei dennoch kaum auf: "Wir haben uns ein besseres Ergebnis erwartet", räumt der Tiroler Abgeordnete Gebi Mair ein. Gegenüber der letzten Wahl haben sie nur einen halben Prozentpunkt dazugewonnen.
Nun wird analysiert, ob das etwas mit dem Erfolg der Piraten zu tun hat, die mit 3,8 Prozent erstmals ein Mandat bekommen haben. Nimmt die neue Bewegung, die sich die Freiheit des Internets auf die Fahnen geschrieben hat, den Grünen Stimmen weg? "Es gibt keinen Grund, Angst zu haben", sagt Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner. Grüne und Piraten seien "keine kommunizierenden Gefäße". Ähnlich argumentiert Mair: Viele Wähler hätten zwar für die Piratenpartei votiert, bei der Bürgermeisterwahl aber ihre Stimme dem FPÖ-Kandidaten August Penz gegeben. Dennoch sollten die Grünen Lehren aus der Wahl ziehen, sagt Mair: "Man sollte sich nicht davor fürchten, dem Volk aufs Maul zu schauen."
Der Abgeordnete Peter Pilz hätte eine weitere Lösung parat: Bei den Nationalratswahlen 2013 sollten "Piraten auf grünen Listen kandidieren, und zwar auf absolut wählbaren Plätzen. Die Personalentscheidungen werden im Herbst fallen", sagt Pilz. Namen will er noch keine nennen.
An der Spitze der Partei will man solche Pläne noch nicht bestätigen: "Ich weiß nichts davon", sagt Bundesgeschäftsführer Wallner. WOLFGANG RÖSSLER













