Regierung will "Tacheles reden"
Der nächste Krach ist vorprogrammiert: Junglehrer sollen zwar künftig um 20 Prozent mehr verdienen, aber gleich um 30 Prozent mehr arbeiten. Nach Ostern beginnen die Verhandlungen.

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Nun geht es ans Eingemachte. Bereits nach Ostern will die Regierung im Rahmen einer Klausur Tacheles mit der Lehrergewerkschaft reden. Die drei zuständigen Ministerinnen, Claudia Schmied (SPÖ), Maria Fekter (ÖVP) und Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ), wollen Fritz Neugebauer (ÖVP), dem zuständigen Gewerkschafter, endlich die Zustimmung zum neuen Besoldungs- und Dienstschema abtrotzen.
Wohin die Reise geht, machte Finanzministerin Fekter ihrem Parteifreund Neugebauer gestern neuerlich deutlich: "20 Prozent mehr Lohn, dafür 30 Prozent mehr arbeiten." Bei der Arbeitszeit liegen Österreichs Lehrer im OECD-Schnitt im hinteren Feld, in einigen wenigen Ländern, darunter Russland, Polen, Ungarn oder Griechenland arbeitet man noch weniger als hierzulande, bei der Bezahlung liegen die Österreicher allerdings im vorderen Mittelfeld.
Mit höheren Einstiegsgehältern will die Regierung angehenden Akademikern den Lehrerberuf versüßen. Zum einen steht ab dem Jahr 2016 eine größere Pensionierungswelle ins Haus - mit einem jährlichen Abgang von 4200 Pädagogen.
Reizvolles Bayern
Zum anderen kämpft der Westen bereits jetzt mit einer Abwanderung ins besser bezahlte Bayern und in die Schweiz. In Deutschland beträgt das Anfangsgehalt - laut OECD - 46.446 Euro, in Österreich sind es nicht einmal 30.998 Euro. Noch größer ist die Kluft bei den Hauptschulen (51.080 Euro im Vergleich zu 32.404 Euro), ganz zu schweigen vom Gymnasium (55.743 Euro im Vergleich zu 32.883 Euro). Knapp vor der Pensionierung gleicht sich das Gehalt fast an.
Allerdings stehen die nach Bayern abgewanderten Pädagogen auch länger in der Klasse. Bei den Volksschulen sind es 29 Wochenstunden (in Österreich sind es bloß 22), in Hauptschulen 25 (hier 21). MICHAEL JUNGWIRTH













