Skepsis in Gemeinden stoppen
Nach Globasnitz und Feistritz ob Bleiburg sind derzeit weitere Gemeindekooperationen in Kärnten in Arbeit. Der Informationsbedarf ist jedoch weiterhin groß.
Foto © KK/Sujetfoto
Fortsetzung folgt: Nachdem in der Vorwoche die Bürgermeister von Globasnitz/Globasnica und Feistritz ob Bleiburg/Bistrica pri Pliberku mit dem Land die Zielvereinbarung für die Gemeindekooperation fixiert haben, stehen jetzt sechs weitere Projekte an. Gemeinden wollen in unterschiedlichsten Bereichen ganz individuell zusammenarbeiten, so Gemeindereferent Achill Rumpold (ÖVP).
Zuletzt gab es zwischen Gmünd und Malta die Vereinbarung für einen gemeinsamen Kindergarten, der im Herbst startet. Eine Verwaltungs-Zusammenlegung ist laut Bürgermeister Manfred Mitterdorfer auch zwischen Althofen und Kappel vorstellbar, mehr wird noch nicht gesagt.
In Unterkärnten muss Rumpold diese Woche zur Informations- und Aufklärungsarbeit anrücken. Denn in der Bevölkerung gibt es große Skepsis für die Kooperation, man befürchtet einen ersten Schritt hin zur Gemeindezusammenlegung. Der Vizebürgermeister von Globasnitz/Globasnica, Bernard Sadovnik (Einheitsliste), der in die Vorgespräche nicht eingebunden war, hat am Samstag als Gegner der Kooperation eine Bürgerinitiative gegründet und sammelt Nein-Unterschriften. "Mehr als eine Absichtserklärung für die Verwaltungskooperation gibt es noch nicht. Details werden erst erarbeitet, vielleicht kommt weniger heraus als in der Zielvorgabe formuliert", ist Rumpold um Beruhigung bemüht. Jedenfalls wird es Bürgerversammlungen geben, vielleicht auch eine Bürgerbefragung, bevor der Beschluss durch den Gemeinderat fällt.
Eines stellt der Landesrat klar: Eine Gemeindezusammenlegung ist nur mit vorhergehender Volksabstimmung in den Kommunen möglich. Die Zusammenlegung wolle von Landesseite keiner, "nicht einmal in Ansätzen".












