"Dem Despoten Flüchtlinge ans Messer liefern"
Die Reise einer FPÖ-Delegation in die russische Teilrepublik Tschetschenien ist auch am Donnerstag von Grünen und SPÖ kritisiert worden.

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WIEN. Die Reise einer FPÖ-Delegation nach Tschetschenien sorgt weiter für Empörung. "Wer keine Ahnung von Asyl und den Problemen von Schutz suchenden Menschen hat, sollte wenigstens den Mund halten", forderte Alev Korun, Nationalratsabgeordnete und Integrationssprecherin der Grünen, den stellvertretenden FPÖ-Bundesparteiobmann und Wiener Landtags-Klubchef Johann Gudenus auf. "Tatsache ist: Die Asylanträge sind in Österreich von 2002 bis 2011 um 64 Prozent zurückgegangen", erklärte Korun. Der Wiener SP-Klubvorsitzende Rudi Schicker äußerte den Verdacht, Gudenus erhalte Geld um "dem Despoten Flüchtlinge ans Messer zu liefern". Heinz Patzelt, der Generalsekretär von Amnesty International Österreich, erklärte, Tschetschenien sei nach wie vor lebensgefährlich.
Der Wiener FPÖ-Landesparteisekretär Hans-Jörg Jenewein beschuldigte am Donnerstag dennoch SPÖ und Grüne, kein Interesse an einer Lösung für Asylbetrüger "etwa aus Tschetschenien" zu haben.













