Schwarzenegger traf Fischer und Faymann
Der ehemalige Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, ist am Dienstag mit Bundeskanzler Werner Faymann (S) und Bundespräsident Heinz Fischer zusammengekommen. Faymann empfing Schwarzenegger zu einem mehr als einstündigen Gespräch im Bundeskanzleramt.

Foto © APA
Beim Gespräch gab es einen Austausch über die politische Situation in Österreich und Europa. "Gouverneur Schwarzenegger hat im Gegenzug über die Politik in den USA im Bezug auf Umwelt, erneuerbare Energien, Arbeitslosigkeit berichtet. Er betonte weiters, dass er es richtig findet, dass die Große Koalition in Österreich den Weg der Mitte statt der Extreme geht", sagte Faymann laut Aussendung.
"Unser Treffen ist in einer sehr guten und freundschaftlichen Atmosphäre abgelaufen." Schwarzenegger habe sich über die politische Situation in Österreich und in Europa genau informieren wollen. "Neben dem Umwelt- und Energiebereich waren es auch die Maßnahmen für den Arbeitsmarkt in Österreich, die ihn sehr interessiert haben", berichtete der Bundeskanzler. Abschließend habe Schwarzenegger betont, er würde sich freuen, wenn er Bundeskanzler Faymann in nächster Zeit auch einmal in Kalifornien begrüßen dürfe.
Schwarzenegger verteidigt sich
Das Treffen von Schwarzenegger mit Fischer fand in der Präsidentschaftskanzlei statt, wie diese bestätigte. Details aus dem Gespräch wurden allerdings nicht bekannt.
Beim Parteitag der US-Republikaner im September 2004 hatte Schwarzenegger mit der Aussage für Aufsehen gesorgt, dass Österreich nach dem Abzug der Sowjets "ein sozialistisches Land wurde". Nach Kritik unter anderem von Verteidigungsminister Norbert Darabos (S), der dem kalifornischen Gouverneur "Österreich-Diffamierung" vorwarf, versuchte Schwarzenegger in der "Kronen Zeitung" seine Aussagen zurechtzurücken.
Mit "sozialistisch" habe er keine Partei und auch keine politische Ideologie gemeint, sondern "jenes System, mit dem Österreich stets regiert wurde". Der Staat, so Schwarzenegger, habe auch damals die Menschen kontrolliert. "Radio, Fernsehen, Telefon, das Transportwesen, einen Teil der Industrie - alles staatlich. Die besten Jobs hat der Staat vergeben." Ihm habe der freie Markt gefehlt und die Möglichkeit, sich als eigenständige Persönlichkeit zu entfalten. Deshalb sei er in die USA gegangen.














