Vizekanzler Pröll erwartet "umgehenden Rücktritt" Strassers
Nach dem Bericht der "Sunday Times" über Delegationsleiter der ÖVP Ernst Strasser, reagierte Vizekanzler Josef Pröll. Strasser solle alle politischen Funktionen niederlegen und eine "unmissverständliche Entschuldigung" abgeben. Das Tat er am heutigen Sonntag.

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Nach der Veröffentlichung eines Berichtes der britischen Zeitung "Sunday Times", durch den Ernst Strasser, ÖVP-Delegationsleiter im Europaparlament, die Annahme von Bestechungsgeldern nachgewiesen werden konnte, fordert Vizekanzler Josef Pröll (V) am Sonntag den "umgehenden Rücktritt" Strassers.
Er solle alle politischen Funktionen niederlegen und eine "unmissverständliche Entschuldigung" an all jene richten, die "ihm bisher das Vertrauen geschenkt haben: seinen Wählerinnen und Wählern, den tausenden größtenteils ehrenamtlich engagierten Funktionärinnen und Funktionären der Volkspartei", so Pröll in einer Aussendung.
Das Verhalten Strassers sei "inakzeptabel" gewesen, so Vizekanzler Pröll. Aufgabe der Politik sei es, "den Menschen zu dienen". Diesem Prinzip habe Strasser "ganz offensichtlich auf unentschuldbare Weise zuwider gehandelt", so der ÖVP-Bundesparteiobmann.
Laut Pressesprecher Daniel Kapp erfuhr Pröll von den Enthüllungen der britischen Zeitungen am Krankenbett und entschied sich umgehend, Strasser zum Rücktritt aufzufordern. Pröll befindet sich derzeit aufgrund einer Lungenembolie in der Innsbrucker Universitäts-Klinik.












