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    Zuletzt aktualisiert: 31.10.2010 um 13:12 UhrKommentare

    Uni-Budget: Karl übt Kritik an ÖH-Vorsitzender Maurer

    Wissenschaftsministerin Karl hat Kritik an der Österreichischen Hochschülerschaft geübt. Es reiche nicht, immer nur nach mehr Geld für die Universitäten zu rufen. Sie fordert zudem in Schulen eine "Bildungsentscheidung" erst ab 14 Jahren.

    Foto © Reuters

    "Was ich schon für etwas vermessen halte, ist, wenn die Vorsitzende der Österreichischen Hochschülerschaft alle zusätzlichen Mittel, die für die Hochschulen zur Verfügung gestellt werden, immer nur als Milliönchen abtut. Wir dürfen nicht vergessen, das sind Steuermittel, die hier investiert werden. Da erwarte ich mir einen respektvollen Umgang", äußert sich Karl in der ORF-Pressestunde am Sonntag kritisch zur Österreichischen HochschülerInnenschaft. Es sei aber klar, dass die Universitäten ab 2013 einen finanziellen Mehrbedarf haben werden.

    Um diesen Mehrbedarf zu decken, brauche es einen "Finanzierungsmix" und zwar aus Mitteln der öffentlichen Hand, "aber auch eine stärkere private Beteiligung, damit meine ich Studienbeiträge und Beiträge der Wirtschaft", sagte Karl einmal mehr.

    Sie habe sich das Ziel gesetzt, "dass ich die österreichischen Hochschulen zur internationalen Spitze führen will", so Karl. "Ich glaube nicht, dass man dieses Ziel durch periodische Wiederbesetzungen des Audimax und Reaktivierung der Volksküche erreichen kann." Was es brauche, seien "bessere Rahmenbedingungen für die Universitäten und die budgetäre Situation, die den Universitäten einen besseren Betrieb auch möglich macht."

    Sie gehen davon aus, dass es ab 2013 einen Mehrbedarf von rund 250 Mio. Euro pro Jahr gibt - "das muss ein Mix aus öffentlichen und privaten Mitteln sein", so die Ministerin. Einmal mehr verwies sie darauf, dass sie im Rahmen der Budgeterstellung als einziges Ministerium mehr Geld bekommen habe - die Universitäten bekommen ja in den kommenden zwei Jahren jeweils 80 Mio. Euro mehr. Aber man brauche "nicht nur mehr Geld für Wissenschaft und Forschung, sondern auch mehr Wissenschaft und Forschung für das Geld", forderte Karl einen effizienteren Mitteleinsatz: Vor allem bei den Massenfächern will die Ressortchefin ansetzen. Hier gebe es teilweise eine Drop-Out-Rate von 80 Prozent. "Da wird viel Geld auch in Studienabbrecher investiert."


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