Berlakovich fordert Abschaltung deutscher AKW
Deutschland steht im Zentrum der Anti-Atompolitik des österreichischen Umweltministeriums: "Schrott-Reaktoren werden nie meine Duldung bekommen". Gefordert wird die Abschaltung von AKW Isar 1 und die Nachrüstung der restlichen Reaktoren.

Foto © ReutersNikolaus Berlakovich
Umweltminister Niki Berlakovich will verstärkt Deutschland ins Visier der österreichischen Anti-Atom-Politik nehmen. In der Tageszeitung "Kronen Zeitung" (Sonntagsausgabe) kündigte Berlakovich für Dienstag einen Beschluss der Bundesregierung gegen die von der bürgerlichen Koalition in Berlin geplante AKW-Laufzeitverlängerung an. "Schrott-Reaktoren werden nie meine Duldung bekommen", wurde der ÖVP-Politiker von der Zeitung zitiert.
In dem Regierungsbeschluss wolle Wien die Abschaltung älterer Anlagen, insbesondere des AKW Isar 1 bei München, konkrete Maßnahmen zur sicherheitstechnischen Nachrüstung aller AKW und eine umfassende Informationspflicht Deutschlands hinsichtlich der geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Reaktorsicherheit einfordern. Bundeskanzler Werner Faymann (S) hatte die von Union und FDP beschlossene Laufzeitverlängerung als "beunruhigend" bezeichnet. Die Pläne sind auch in Deutschland sehr umstritten.












