Junge VP: "Predigten" auf Deutsch halten
Mehr als die Hälfte der Österreicher ist gegen den Bau weiterer Moscheen mit Minarett. Die Junge ÖVP prescht mit dem Vorschlag vor "Predigten" nur mehr auf Deutsch zu halten. Kritik dazu kommt von der SPÖ.

Foto © APADie Gemeinde Telfs in Tirol hat eine Moschee mit Minarett.
Die Mehrheit der Österreicher lehnt weitere Moscheen mit Minarett ab. 52 Prozent machten entsprechende Angaben bei einer Umfrage der Karmasin Motivforschung für das "profil". 35 Prozent der Befragten haben hingegen keine Einwände gegen Minarette, der Rest wollte sich nicht äußern.
Der Chef der Jungen ÖVP, Sebastian Kurz forderte indes den Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Anas Schakfeh auf, nicht "von Moscheen und Minaretten in jeder Landeshauptstadt zu träumen und Konflikte zwischen den Kulturen anzutreiben". Die Junge ÖVP schlage dagegen vor, dass Predigten und der Alltag in Moscheen auf Deutsch stattfinden sollten. Damit sollten die Chancen zur Integration der Glaubensgemeinschaft erhöht werden, so Kurz in einer Aussendung.
Der Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft, SPÖ Wien-Mandatar Omar Al-Rawi, fand es im Gegenzug bedauerlich, dass nun auch die Junge ÖVP versuchte, "durch das Schüren von antimuslimischen Ressentiments auf Stimmenfang im rechten Lager zu gehen". Bezüglich des Wunsches, dass in Moscheen nur noch Deutsch gesprochen werden sollte, meinte Al-Rawi, es werde schließlich auch in polnischen oder russischen Kirchen nicht auf Deutsch gepredigt.













