"Es geht nur um Macht, Posten und Geld"
Der Schulexperte Bernd Schilcher kritisiert das Vorgehen der Länder in der Lehrer-Debatte.

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Bund gegen Länder: "Immer dasselbe Spiel", stöhnt der ÖVP-nahe steirische Schulexperte Bernd Schilcher über den Zoff der roten Unterrichtsministerin Claudia Schmied mit den Landeshauptleuten in der Lehrer-Debatte. "Um die Schüler geht es dabei nicht."
In der Sache stellt sich Schilcher aber hinter Schmied, die von den eigenen Parteifreunden gedemütigt wurde: Hinter ihrem Rücken hatte Kanzler Werner Faymann mit dem niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) darüber verhandelt, die Kompetenzen für AHS- und BHS-Lehrer vom Bund den Ländern zu übertragen. Pröll machte die Gespräche prompt öffentlich - als Retourkutsche, weil Schmied den Ländern bei Überschreiten der ausgemachten Lehrerquote mit Sanktionen drohte.
"Schmied wird einmal mehr im Regen stehen gelassen", kritisiert Schilcher (der einer vom Unterrichtsministerium eingesetzten Expertengruppe zur Neuen Mittelschule vorsteht). Würden sich die Länder durchsetzen, drohe ein "Fleckerlteppich" mit neun verschiedenen Lehrer-Dienstrechten. "Das ist doch völlig sinnlos." Seine Erklärung für den Vorstoß der Länder: "Es geht ihnen wie immer um Macht, Posten und Geld." Statt dessen fordert Schilcher eine zentrale Kompetenzstelle für alle Lehrer, die beim Bund angesiedelt sein sollte und direkte Vorgaben machen kann. "Die Länder sollen dann meinetwegen für die Qualitätskontrolle sorgen."












