Es rumort unter den Bauern
Nach kurzem Aufstand tragen sie die Budgetkürzungen aber doch mit.

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Nach dem Rumor am Wochenende wegen der Kürzungspläne der Regierung auch in der Landwirtschaft hat der ÖVP-Bauernbund offenbar klein beigegeben. Vor der gestrigen Abstimmung über den Finanzrahmen bis 2014, der auch das um 73 Millionen gekürzte Agrarbudget deckelt, gab es sogar Gerüchte, die 15 Bauernbund-Abgeordneten würden den Finanzrahmen ablehnen. Dazu ist es nicht gekommen. Vor der Nationalratssitzung gab es noch eine Aussprache von ÖVP-Chef und Finanzminister Josef Pröll mit den Bauernbund-Spitzen gegeben. Der Aufstand gegen die ausgerechnet von Ex-Agrarminister Pröll angeordneten Agrarkürzungen wurde abgeblasen.
"Wir tragen die Einsparungen auf jeden Fall mit", sagte Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch zur Kleinen Zeitung. "Wir kämpfen um jeden Euro", betonte Grillitsch. Als Motiv dafür nannte er vor allem EU-Förderungen, die in Österreich kofinanziert werden müssen: Wenn Österreich die Bergbauernförderung oder Umweltprogramme für die Bauern um eine Million kürze, "verdreifacht sich der Ausfall bei den Förderungen", dann fielen zusätzliche drei Millionen Euro aus Brüssel weg. Deshalb seien die Bauern von den Kürzungen besonders betroffen.
Kopfs Kopfwäsche
Zuletzt hatte auch Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) intern heftig gegen die Sparpläne Prölls opponiert. Er wurde von ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf mit dem Hinweis, Details seien bis Herbst zu klären, in die Schranken gewiesen. Von einer "Kopfwäsche" war sogar die Rede. Grillitsch beteiligte sich gestern nicht an der Debatte und blieb der Abstimmung am Abend fern.













