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Zuletzt aktualisiert: 08.11.2009 um 10:21 UhrKommentare

Frauenquote: SPÖ-Männer gegen Geldstrafen

Dem Vorschlag der Frauenministerin, innerhalb der SPÖ die Frauenquote von 40 Prozent notfalls auch mit Geldstrafen durchzusetzen, gewinnen ihre männlichen Parteikollegen nur wenig ab.

Mit ihrem Vorschlag sorgt die Frauenministerin für heftige Debatten - auch in der eigenen Partei

Foto © APAMit ihrem Vorschlag sorgt die Frauenministerin für heftige Debatten - auch in der eigenen Partei

Gesundheitsminister Stöger etwa nennt die Idee "unrealistisch". Bundesgeschäftsführer Kräuter meinte gegenüber der APA immerhin: "Als Ultima Ratio kann man so etwas diskutieren".

Heinisch-Hosek, die seit einigen Monaten auch Vorsitzende der SPÖ-Bundesfrauen ist, hatte unlängst ihre eigene Partei kritisiert, weil sie die Frauenquote von 40 Prozent nicht einhält, und auch mit Sanktionen gedroht.

Er unterstütze solche Offensiven wie jene der Frauenministerin "voll inhaltlich", erklärte Kräuter. Man müsse aber vor allem "auf Verständnis appellieren", denn zum Großteil hänge die Erfüllung der Quote mit "Motivation" zusammen. Geldstrafen könne man höchstens als "Ultima Ratio" diskutieren.

"Zentrales Thema"

Auch Stöger hält eigenen Angaben zufolge "sehr viel" von der "Herausforderung, Quoten zu erfüllen", dies sei ein "zentrales Thema". Geldstrafen könne er sich aber nicht wirklich vorstellen - vor allem deshalb, weil dies innerhalb der Parteistrukturen "unrealistisch" wäre, sagte der Gesundheitsminister zur APA.

Knapp angebunden zum Thema Sanktionen für die eigene Partei gab sich auch Bundeskanzler Faymann: Er sei dafür, die Quoten zu erfüllen und auch "überzeugt", dass man bis zum Parteitag nächstes Jahr "gemeinsam" zu einem entsprechenden Vorschlag kommen werde, meinte der SPÖ-Chef.

Im Nationalratsklub der SPÖ sind nur 37 Prozent der Mandate von Frauen besetzt. In die Kärntner und Oberösterreichische Landesregierung haben die Sozialdemokraten keine einzige Frau entsandt. Von den Landesvorsitzenden ist nur eine weiblich, nämlich Landeshauptfrau Burgstaller in Salzburg. Dazu werden auch der Parlamentsklub und die Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter von Männern angeführt.

Quelle: APA

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