Hahn-Nachfolger: Frauen als "Lückenfüller" im Gespräch
Gleich zwei Lücken hat die ÖVP durch den Wechsel von Johannes Hahn nach Brüssel zu füllen - ein neuer Wissenschaftsminister und ein neuer Wiener ÖVP-Chef werden gesucht.

Foto © APAVon einer Arbeits-Professorin zur Wissenschaftsministerin?
Gesucht werden einerseits ein Nachfolger als Wissenschaftsminister, andererseits benötigt auch die Wiener ÖVP einen neuen Chef - wobei in beiden Fällen eigentlich die weibliche Form angebrachter wäre: Im Gespräch sind für beide Funktionen derzeit vor allem Frauen.
Als neue Wissenschaftsministerin genannt wurden zuletzt immer wieder die Wissenschaftssprecherin der ÖVP, Beatrix Karl, die noch dazu als Jus-Professorin aus der Uni-Szene käme. Zuletzt avancierte sie zur ÖAAB-Generalsekretärin. Schon lange für ministrabel gehalten wird die ehemalige ÖVP-Wissenschaftssprecherin Gertrude Brinek, die mittlerweile allerdings den attraktiven Job einer Volksanwältin bekommen hat.
Für und wider
Immer wieder genannt werden auch die steirische Verkehrs-Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder, die seit einigen Jahren die Wissenschafts-Agenden im Land führt, und die ÖVP-Nationalrats-Abgeordnete Katharina Cortolezis-Schlager - als Wienerin würde sie geografisch "passen", dazu war sie in der Landespartei zuletzt für Bildungsfragen zuständig. Allerdings überging sie die Partei bei der Kür der Bereichssprecher für Wissenschaft und Bildung.
Cortolezis-Schlager wird in Medienberichten auch als Hahn-Nachfolgerin für den Posten als Wiener Landesparteiobmann genannt. Der einstigen nicht amtsführenden Stadträtin fiele damit eine nicht unwichtige Position zu, da im Oktober 2010 die Wien-Wahl ansteht, bei der die Volkspartei die absolute Mandatsmehrheit der SPÖ brechen will. Noch größere Chancen im Rennen um den Chefposten dürfte dem Vernehmen nach allerdings Familienstaatssekretärin Christine Marek haben.
Polit-Alphamännchen
Im Duell der beiden Polit-Alphamännchen Michael Häupl (SPÖ) und Heinz-Christian Strache (FPÖ) wird der 41-Jährigen zugetraut, die bürgerlich-liberalen Schichten anzusprechen und damit im Revier der Grünen zu wildern. Allerdings scheint Marek die Aussicht, als VP-Landeschefin bei einem Wahlerfolg als Vizebürgermeisterin einer rot-schwarzen Koalition ins Rathaus einzuziehen, bisher nicht zu euphorisieren, heißt es.
Zuletzt wurde in verschiedenen Medienberichten deshalb eine dritte weibliche Variante für die Wiener Schwarzen kolportiert. Demnach könnte Innenministerin Maria Fekter als Oberösterreicherin die Landespartei in der Bundeshauptstadt mit dem Thema Sicherheit in die Wahlschlacht führen. Die Begeisterung hält sich hier jedoch auf beiden Seiten augenscheinlich in Grenzen.













