Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 20. April 2014 00:17 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    Israel verhängte Sanktionen gegen Palästina Verbalattacke gegen Kerry löst schwere Verstimmung aus Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Nahost Nächster Artikel Israel verhängte Sanktionen gegen Palästina Verbalattacke gegen Kerry löst schwere Verstimmung aus
    Zuletzt aktualisiert: 16.11.2012 um 20:58 UhrKommentare

    Israel will 75.000 Reservisten mobilisieren

    Im Nahen Osten wächst die Gefahr eines neuen Krieges: Israel will wegen des anhaltenden Raketenbeschusses durch die Hamas 75.000 Reservisten zu den Waffen rufen - und damit seine Vorbereitungen auf eine Bodenoffensive im Gaza-Streifen verstärken

    Foto © APA

    Israel hat seine Vorbereitungen auf eine Bodenoffensive im Gazastreifen intensiviert. Wie Kabinettssekretär Zvi Hauser am Freitag mitteilte, wird die Mobilisierung von bis zu 75.000 Reservisten für einen Einsatz gegen die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas angestrebt. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon kündigte eine Reise in die Palästinensergebiete an.

    Israel begann am Freitag mit der Mobilisierung von 16.000 Reservisten zur Stärkung des Einsatzes "Säule der Verteidigung" gegen die Hamas. Später kündigte ein Sprecher von Verteidigungsminister Ehud Barak weitere Mobilisierungen an. Dem 75.000-Mann-Vorschlag müssen noch alle Kabinettsmitglieder zustimmen. Am Donnerstag hatte das Kabinett die Einberufung von bis zu 30.000 Reservisten gebilligt.

    Erstmals seit dem Beginn der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen am Mittwoch schlug in unbewohntem Gebiet der Siedlung Gush Ezion im Westjordanland im Großraum von Jerusalem eine Rakete ein. Vor der Küste Tel Avivs ging in nur 200 Metern Entfernung eine Rakete im Meer nieder. In beiden Städten wurde Luftalarm ausgelöst, verletzt wurde niemand.

    Raketen auf Tel Aviv

    Am Donnerstag waren im Großraum von Tel Aviv erstmals seit zwei Jahrzehnten Raketen eingeschlagen. Am Freitagmorgen hatte sich Israel zu einer Waffenruhe während eines Kurzbesuchs von Ägyptens Regierungschef Hisham Kandil im Gazastreifen bereit erklärt - unter der Bedingung, dass die Hamas ihre Angriffe einstelle. Später warf Israel der Hamas vor, die Feuerpause nicht einzuhalten.

    Seit Mittwoch flog Israel nach Angaben der Armee rund 500 Luftangriffe. Im selben Zeitraum feuerte die Hamas demnach knapp 300 Raketen auf israelisches Gebiet ab. Drei Israelis starben. Nach palästinensischen Angaben wurden mehr als 20 Palästinenser getötet und mehr als 230 weitere verletzt.

    Im Westjordanland gingen tausende Palästinenser aus Protest gegen Israels Offensive auf die Straße. Der bewaffnete Arm der Hamas richtete nach Angaben eines Mitglieds, das nicht namentlich genannt werden wollte, einen "Kollaborateur" hin, der Israel über Raketenstellungen der Hamas informiert habe.

    Ein Sprecher des UN-Generalsekretärs kündigte am Freitag an, Ban werde "in Kürze" in den Gazastreifen reisen. Auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas bestätigte den Plan. Nach seinen Angaben soll der Besuch "in zwei oder drei Tagen" stattfinden. Laut UN-Diplomaten will Ban auch nach Jerusalem reisen.

    Ägyptens Präsident Mohammed Mursi verurteilte Israels Vorgehen als "unverhüllten Angriff auf die Menschlichkeit" und sicherte den Palästinensern die Solidarität seines Landes zu. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rief Mursi auf, seinen "Einfluss auf die Hamas geltend zu machen".


    Kommentar

    MARTIN GEHLENKairo hat de... von MARTIN GEHLEN

    Grafik

    Grafik © APA

    Grafik vergrößernSpannungen in der RegionGrafik © APA

    Mehr Nahost

    Mehr aus dem Web

      Akteure im Nahost-Konflikt





      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang