Präsident ruft zu Protest gegen religiöse Fanatiker auf
Israels Präsident Peres hat seine Landsleute aufgerufen, religiöse Fanatiker in die Schranken zu weisen. Hintergrund ist der eskalierende Streit um die von ultra-orthodoxen Juden geforderte Geschlechtertrennung in der Öffentlichkeit.

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Die gesamte Nation müsse mobilisiert werden, um eine Mehrheit aus den Händen einer kleinen Minderheit zu befreien, sagte Shimon Peres am Dienstag. Laut Medienberichten wurden tausende Teilnehmer bei der für den Abend geplanten Kundgebung in Beit Shemesh erwartet.
In der Stadt westlich von Jerusalem war es am Montag zu gewalttätigen Protesten ultra-orthodoxer Juden gekommen. Zuvor hatte die Stadtverwaltung zum dritten Mal in dieser Woche ein von religiösen Fanatikern angebrachtes Schild abgenommen. Darauf wurden Männer und Frauen aufgefordert, auf den nach Geschlechtern getrennten Gehsteigen zu gehen. Die Fanatiker bewarfen die Polizisten mit Steinen und verletzten einen Beamten am Kopf.
Auch ein zweiter Vorfall in Beit Shemesh löste hitzige Diskussionen in Israel aus. In einem Fernsehbericht wurde ein siebenjähriges Mädchen gezeigt, das von ultra-orthodoxen Fanatikern auf der Straße bespuckt wurde, weil es nach Meinung der Täter unschicklich gekleidet war.













