Israel sucht nach Mord an Siederfamilie nach Tätern
Nach dem Mord an fünf Mitgliedern einer Siedlerfamilie haben israelische Sicherheitskräfte am Sonntag im Westjordanland intensiv nach den Tätern gesucht. Zu der Bluttat bekannten sich die palästinensischen Al-Aksa-Brigaden.

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Eine israelische Armeesprecherin teilte mit, der Einsatz konzentriere sich auf die Umgebung der Siedlung Itamar südöstlich von Nablus sowie das naheliegende Dorf Awarta. Vermutlich zwei palästinensische Täter hatten in der Nacht auf Samstag eine Siedlerfamilie im Schlaf überfallen. Die Eltern sowie Kinder im Alter von elf und vier Jahren und ein dreimonatiger Säugling wurden mit Messern getötet.
Zu der Bluttat bekannten sich die palästinensischen Al-Aksa-Brigaden. Die Leichen waren von der zwölfjährigen Tochter entdeckt worden, die sich zur Tatzeit bei Freunden in der Nachbarschaft aufgehalten hatte und erst gegen Mitternacht heimkehrte. "Alles war durcheinander und voller Blut", sagte sie der israelischen Zeitung "Yediot Ahronot".
Zwei weitere Kinder im Alter von zwei und acht Jahren wurden von den Angreifern verschont oder nicht entdeckt. Das kleinere Kind habe weinend bei den blutverschmierten Leichen gesessen und verzweifelt versucht, die toten Eltern aufzuwecken, berichteten Augenzeugen.
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu reagierte schockiert auf den Anschlag und kündigte eine Bestrafung der Verantwortlichen an. Er versammelte sein Kabinett am Sonntag zu einer Beratung über das weitere Vorgehen. Die Al-Aksa-Brigaden, der bewaffnete Flügel der Fatah-Bewegung von Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas, rühmte die Morde in einer Erklärung als "heldenhaften Einsatz".
Auch die USA und die UNO verurteilten die Tat. US-Außenministerin Hillary Clinton bezeichnete den Angriff als unmenschliches Verbrechen, für das es absolut keine Rechtfertigung gebe. Das Weiße Haus forderte die palästinensische Autonomiebehörde auf, den Terroranschlag unmissverständlich zu verurteilen und die Täter des "abscheulichen Verbrechens" zur Verantwortung zu ziehen. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon forderte alle Seiten zur Zurückhaltung auf, sagte ein Sprecher in New York.
Israel genehmigte unterdessen den Bau Hunderter neuer Wohnungen und Häuser für jüdische Siedler im besetzten Westjordanland. Es sei entschieden worden, Grünes Licht für entsprechende Bauvorhaben zu geben, hieß es in einer am Sonntag vom Büro Netanyahus verbreiteten Mitteilung. Der Schritt dürfte die Bemühungen um einen Frieden zwischen Palästinensern und Israelis erheblich erschweren.









