Neue Proteste der iranischen Opposition
Die iranische Opposition hat am Sonntag neue Proteste in Teheran gewagt. Zu Mittag versammelten sich Hunderte Anhänger der "Grünen Welle" an mehreren Plätzen der Hauptstadt, wie auf Websites der Opposition berichtet wurde.
Einige hundert Regierungsgegner fanden sich vor der Zentrale des staatlichen Fernsehnetzes IRIB ein, das als Propagandainstrument der iranischen Führung kritisiert wird. Vertretern der ausländischen Presse wurde von den Behörden einmal mehr verboten, von den Protestkundgebungen der Opposition zu berichten.
Die iranischen Sicherheitskräfte hatten zu Wochenbeginn eine Kundgebung der Opposition, die sich mit der Reformbewegung in Ägypten und Tunesien solidarisieren wollte, brutal niedergeschlagen. Mindestens zwei Menschen kamen dabei ums Leben.
Nach den Zusammenstößen forderten Parlamentsabgeordnete die Todesstrafe für die Oppositionsführer Mir-Hossein Moussavi und Mehdi Karroubi, weil sie die jüngsten Proteste mit Hilfe westlicher Länder organisiert hätten. Moussavi und Karroubi stehen seit Tagen unter Hausarrest. Am Sonntag hieß es auf Moussavis Website, die Regierung beabsichtige, um sein Haus eine "Mauer aus Eisen" zu errichten.









