Kühler Empfang für Netanyahu in Washington

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Ein kühler Empfang wurde Israels Premier Benjamin Netanyahu im Weißen Haus zuteil. Der Gast hat US-Präsident Obama in Washington getroffen, entgegen den Gepflogenheiten traten die beiden Politiker aber anschließend nicht gemeinsam öffentlich auf. In einer kurzen Stellungnahme teilte die US-Regierung lediglich mit, der Präsident habe mit Netanyahu "eine Reihe" von Fragen besprochen.
Dazu zählten der Friedensprozess im Nahen Osten und der Atomstreit mit dem Iran. Die beiderseitigen Beziehungen sind belastet, weil Netanyahu sich weigert, Obamas Forderung nach einem vollständigen Stopp des jüdischen Siedlungsbaus im besetzten Westjordanland nachzukommen. Der israelische Ministerpräsident war am Sonntag zu einem dreitägigen Besuch in Washington eingetroffen, um unter anderem bei einer Konferenz jüdischer Organisationen in den USA zu sprechen. Die traditionelle Einladung in das Weiße Haus erfolgte erst am Tag der Abreise, was israelische Medien als deutliches Zeichen für die Verstimmungen zwischen den beiden Regierungen deuteten.
Obama und Netanyahu sprachen hinter verschlossenen Türen. Etwa eine Stunde und 40 Minuten blieb der israelische Regierungschef im Weißen Haus, dann fuhr er ohne einen Auftritt vor der Presse wieder ab. Dies gilt als außergewöhnlich für eine Zusammenkunft zwischen dem US-Präsidenten und einem ranghohen ausländischen Gast, vor allem einem Regierungschef aus dem mit den USA eng verbündeten Israel. Das Weiße Haus teilte ohne Einzelheiten mit, dass Obama die "besondere Verpflichtung" der USA für Israels Sicherheit bekräftigt habe.









