Obama empfängt Palästinenserpräsident Abbas in Washington
Vor dem amerikanisch-palästinensischen Gipfeltreffen äußerte sich die palästinensische Seite vorwiegend skeptisch. Abbas-Sprecher Nabil Abu Rudeineh sagte, man erwarte von der US-Regierung "Taten statt Worte".

Foto © APNach Netanjahu empfängt Obama nun Abbas
Bei einem Treffen im Weißen Haus wollen
Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas (Abu Mazen) und US-Präsident
Barack Obama am Donnerstag über den Fortgang der Friedensbemühungen
im Nahen Osten beraten. Abbas wolle Obama bitten, seinen Einfluss auf
Israel geltend zu machen, um den Bau jüdischer Siedlungen in den
palästinensischen Gebieten zu stoppen und die Gründung eines
Palästinenserstaats voranzutreiben, sagte sein Sprecher Nabil Abu
Rudeina.
Clinton bemüht.
Vor dem Treffen hat Außenministerin
Hillary Clinton den Willen bekräftigt, für einen Frieden in Nahost
alle Seiten einzubinden. "Unsere Bemühungen sind sehr abgestimmt",
sagte Clinton am Mittwoch (Ortszeit) nach einem Treffen mit ihrem
ägyptischen Amtskollegen Ahmed Abul Gheit. Man verfolge "ein wohl
durchdachten Ansatz", um die festgefahrenen Friedensverhandlungen
zwischen Israel und den Palästinensern in Gang zu bringen. Zugleich
unterstrich Clinton allerdings die US-Forderung nach einem
Siedlungsstopp Israels in den besetzten Palästinensergebieten.
Druck auf Israel.
Obama wolle "einen Stopp der israelischen Siedlungen - nicht einiger
Siedlungen, keine Außenposten, keine natürlich gewachsenen
Ausnahmen", betonte Clinton am Mittwoch. Der US-Präsident hatte diese
Haltung bereits vorige Woche nach einem Treffen mit dem israelischen
Regierungschef Benjamin Netanyahu deutlich gemacht.
Netanyahu forderte am Mittwochabend Zugeständnisse seitens der
Palästinenser und der arabischen Staaten. "Wir sind zu konkreten
Schritten in Richtung Frieden bereit", sagte Netanyahu vor dem
israelischen Parlament, der Knesset. "Wir erwarten aber auch, dass
die Palästinenser ihrerseits konkrete Schritte unternehmen."
Unterstützung der USA.
Die US-Außenministerin drängte beide Seiten in dem Konflikt zur
Kompromissbereitschaft und versicherte dabei die Unterstützung der
Weltgemeinschaft und der USA. "Am Ende hängt es von den beiden Seiten
ab", sagte Clinton. Israel und Palästinenser müssten sich dazu
bekennen, eine Lösung ihrer Streitpunkte erreichen zu wollen.
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Abbas Treffen mit Obama folgt zwei Wochen auf den Antrittsbesuch des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Obamas Regierung strebt eine Zwei-Staaten-Lösung an, Netanyahu hat ein eindeutiges Bekenntnis dazu bisher aber vermieden.










