Verhandlungen über palästinensiche Regierung
Die beiden verfeindeten Parteien der Palästinenser haben in Kairo am Dienstag Verhandlungen über die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit begonnen. Die Gespräche, für die bereits fünf Arbeitsgruppen gebildet wurden, sollen nach dem Willen der ägyptischen Vermittler maximal bis zum Monatsende andauern.
Besonders schwierig dürften die Verhandlungen über die Aussöhnung zwischen der Fatah-Fraktion von Präsident Mahmud Abbas und der radikal-islamischen Hamas-Bewegung werden. Die Fatah kontrolliert das Westjordanland, die Hamas den übervölkerten Gazastreifen.
Angesichts des Rechtsrucks bei den Parlamentswahlen in Israel sehen die Palästinenser jetzt noch stärker als bisher die Notwendigkeit, sich untereinander zu einigen. Belastet werden die Gespräche allerdings durch Vorwürfe der radikalen Palästinenserorganisation Islamischer Jihad gegen die Hamas. Die arabische Zeitung "Al-Sharq Al-Awsat" berichtete am Dienstag, Angehörige des Innenministeriums der Hamas-Regierung im Gazastreifen hätten Jihad-Kämpfer gefoltert, um sie zu zwingen, ihre Raketenangriffe auf Israel einzustellen.









