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    Zuletzt aktualisiert: 16.01.2009 um 11:56 Uhr

    Norwegische Ärzte: Israel setzt neuartige Spezialwaffen ein

    Sprengkörper setzen angeblich bei Detonation krebserregenden Metallstaub frei. Israel wirft den Medizinern vor, "linksradikale Ansichten" zu haben und das Land systematisch zu "dämonisieren".

    Schwerste Vorwürfe gegen die Israelis

    Foto © APSchwerste Vorwürfe gegen die Israelis

    Zwei norwegische Ärzte, die in den vergangenen Wochen im Shifa-Krankenhaus in Gaza gearbeitet haben, beschuldigen Israel im Krieg gegen die Hamas des Einsatzes neuartige Spezialwaffen, die besonders folgenschwere Verletzungen verursachen. Die beiden Mediziner Erik Fosse und Mads Gilbert untermauern ihre Behauptungen mit Fotos von Patienten, die der norwegische Sender NRK am Freitag veröffentlichte. Israel wirft insbesondere Gilbert vor, "linksradikale Ansichten" zu haben und das Land systematisch zu dämonisieren.

    "Krebserregender Metallstaub". Fosse und Gilbert zufolge deuten die schweren und in diesen Fällen zumeist tödlichen Verwundungen einiger ihrer Patienten auf den Einsatz sogenannter "Dense Inert Metal Explosives" (DIME) hin. Diese entfalten eine besonders konzentrierte Sprengkraft im unmittelbaren Trefferbereich und setzen bei der Detonation krebserregenden Metallstaub frei, der radioaktiv sein kann. Der Sinn dieser Geschoße sei es, in einem Umkreis von 10 bis 15 Meter große Sprengkraft zu entfalten, außerhalb davon jedoch kaum Schaden anzurichten, zitierte der norwegische Sender einen Militärfachmann.

    "Lügen". Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums bezeichnete die Angaben der Ärzte laut NRK als "Lügen" und warf Gilbert vor, "linksradikale Ansichten" zu haben und dafür bekannt zu sein, Israel systematisch zu dämonisieren. Seine Geschichten seien "Dantes Fantasie würdig", zitierte NRK Ministeriumssprecher Yigal Palmor, der offensichtlich auf den italienischen Dichter Dante Alighieri (1265-1321) und dessen Schilderung der Unterwelt anspielte. Fosse und Gilbert hatten bereits davor Israel ein besonders brutales Vorgehen gegen die Zivilbevölkerung vorgeworfen.


    Fakten

    Die Ärzte veröffentlichten die Eindrücke aus ihrer Arbeit im Gazastreifen auch in der Mediziner-Zeitschrift "Lancet". Weil Israel keine internationalen Journalisten in den Gazastreifen einreisen lässt, zählten die beiden Ärzte im Dienst der humanitären Hilfsorganisation Norwac zu den wenigen westlichen Informations-
    quellen
    aus Gaza in den vergangenen zwei Wochen.

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