Peter Fichtenbauer: Der Mann im Hintergrund
Der langjährige FPÖ-Anwalt wurde mit dem Sturz von Ex-ORF-Generalin Monika Lindner bekannt.

Foto © APAIm Blitzlichtgewitter: Peter Fichtenbauer
Peter Fichtenbauer, der am Freitag zum Vorsitzenden
im U-Ausschuss gewählt wurde, ist seit seiner Jugend politisch aktiv,
agierte bis vor kurzem aber im Hintergrund. Bekanntheit erlangte der
heute 61-Jährige erst 2006, als er in einer Regenbogenkoalition mit
SPÖ, BZÖ und Grünen im Stiftungsrat ORF-Generaldirektorin Monika
Lindner stürzte und den als SPÖ-nah geltenden Alexander Wrabetz zum
neuen ORF-Chef mitmachte. Seitdem ist der Jurist und Milizsoldat bei
den Freiheitlichen hoch im Kurs.
Einzug ins Parlament. Nach der Nationalratswahl 2006 zog der langjährige FPÖ-Anwalt ins
Parlament ein, wo er FPÖ-Vizeklubchef und -Justizsprecher sowie
Vorsitzender des Verteidigungsausschusses ist. Daneben gehört
Fichtenbauer eine Rechtsanwaltskanzlei an der Wiener Ringstraße. Das
Wort des am 6. Juli 1946 in Alt-Dietmanns (NÖ) geborenen Fichtenbauer
soll bei Parteichef Heinz-Christian Strache Gewicht haben.
Ideologisch ist der fünffache Vater tief im Dritten Lager verwurzelt.
Als politisches Ziel nennt er etwa die "Sicherung des politischen
Bestandes des christlich-abendländischen Kultur- und Wertekatalogs
und der Aufklärung". Der gut vernetzte Jurist interessiert sich
privat für Geschichte - insbesondere für die Zeit der Monarchie - und
Kunst.
Frühes Engagement. Sein politisches Interesse hat er schon als Jugendlicher entdeckt.
Als Jusstudent engagierte er sich beim Ring Freiheitlicher Studenten,
FPÖ-Mitglied ist er seit 1975. Zur Politik gebracht hat ihn seine
"Ablehnung der politischen Erstarrungsverhältnisse der fünfziger und
sechziger Jahre und die Privilegienherrschaft der großen Koalition".
Fünf Kinder. Fichtenbauer zählt zu jener nicht gerade großen Gruppe an
FPÖ-Mandataren, über die auch aus anderen Parteien Gutes zu hören
ist. Er gilt als besonnen und konstruktiv, ist mit einer Anwältin
verheiratet und hat fünf Kinder.





