Van der Bellen will Sondersitzung am 29. Februar
Der Grüne Bundessprecher stellt sich gegen die angebliche "Verschleierungspolitik" der ÖVP und will, dass die Korruptionsvorwürfen im Innenministerium in einer Sondersitzung diskutiert werden.

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Der Grüne Bundessprecher Alexander Van der Bellen
will eine Sondersitzung des Nationalrats zu den Korruptionsvorwürfen
im Innenministerium am 29. Februar. "Nach dem Auftritt von
Innenminister Günther Platter (V) im Bundesrat ist ganz klar, dass
die ÖVP ihre Verschleierungs- und Vertuschungspolitik fortsetzen
will. Damit ist für die Grünen ebenso klar, dass eine Sondersitzung
mit Einbringung des Antrags auf Untersuchungsausschuss unvermeidlich
ist", so Van der Bellen gegenüber der APA.
Wird sich SPÖ-Klub der ÖVP unterwerfen? Der U-Ausschuss müsse sich dann mit "all diesen Affären im
Innenressort" auseinandersetzen. Dieser Ausschuss werde mit
Sicherheit die Zustimmung von Freiheitlichen und BZÖ bekommen,
"interessant wird das Verhalten der SPÖ werden". Die Sozialdemokraten
müssten sich dann grundsätzlich entscheiden, ob der SPÖ-Klub "sich
der Schüssel-ÖVP unterwirft und dadurch zum Handlanger der
Vertuschungspolitik wird, oder ob er die parlamentarischen Aufklärung
und Kontrolle ernst nimmt".
"Gemäßigt optimistisch. Van der Bellen meinte, er sei "gemäßigt optimistisch". Vor allem
wegen der Forderungen von SPÖ-Landeshauptleuten nach Einsetzung eines
U-Ausschusses. "Der Druck innerhalb der SPÖ für einen solchen
Ausschuss nimmt zu, nur Regierungskoordinator Werner Faymann (S) hat
sich ganz offensichtlich auf die Seite der ÖVP geschlagen",
kritisiert der Grüne Bundessprecher. Van der Bellen: "Faymann schafft
es, einen ÖVP-Skandal und eine ÖVP-Affäre zu einem Problem der SPÖ zu
machen".





