Kosovo: Internationaler Gerichtshof untersucht Unabhängigkeit
UNO stimmt einer Resulution Serbiens zu. Der Internationale Gerichtshof soll die Rechtmäßigkeit der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo prüfen.

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Die UNO-Generalversammlung hat am
Mittwoch einer von Serbien eingebrachten Resolution zugestimmt, die
die Rechtmäßigkeit der Unabhängigkeit des Kosovo infrage stellt. Nach
einer heftigen Debatte unterstützten 77 der 192 UNO-Mitgliedsstaaten
den Antrag Belgrads, sechs lehnten den Entwurf ab und 74 enthielten
sich.
Internationale Gerichtshof wird angerufen. Die Resolution fordert die Einholung eines Rechtsgutachtens zum
Kosovo beim Internationalen Gerichtshof (IGH). Serbien stellte in
der Resolution die Frage: "Steht die einseitige Erklärung der
Unabhängigkeit durch die provisorischen Institutionen der
Selbstverwaltung des Kosovo im Einklang mit dem Internationalen
Recht"" Der Kosovo hatte am 17. Februar seine Unabhängigkeit
ausgerufen und wurde bis heute von 48 Staaten anerkannt, darunter 22
EU-Länder.
Serben zufrieden. Der serbische Premier Mirko Cvetkovic wertete in Belgrad die
Ergebnisse der UNO-Abstimmung als diplomatischen Erfolg seines
Landes. "Wir sind sehr zufrieden, weil sich herausgestellt hat, dass
unsere Anstrengungen nicht umsonst waren" meinte der
Ministerpräsident. Die Entscheidung aus Den Haag werde eine politisch
neutrale Orientierung für die Staaten sein, die den Kosovo bisher
nicht anerkannt hätten, sagte auch der serbische Außenminister Vuk
Jeremic, der das Abstimmungsergebnis als einen "großen Tag für
Serbien" und einen "großen Tag für das internationale Recht"
bezeichnete. Die einseitige Unabhängigkeitserklärung dürfe nicht zum
Präzedenzfall für die Abspaltungsbestrebungen anderer Regionen
werden.
Kosvarische Regierung bedauert Entscheidung.Die kosovarische Staats- und Regierungsspitze äußerte dagegen ihr
Bedauern über die Ergebnisse der Abstimmung. Auf einer
Pressekonferenz in Pristina (Prishtina) meinten Staatschef Fatmir
Sejdiu, Premier Hashim Thaci und Außenminister Skender Hyseni
allerdings, dass die im Februar ausgerufene Unabhängigkeit
unwiderruflich sei. Der Kosovo sei von der Mehrheit der EU-Länder und
der NATO-Mitglieder sowie von allen G-7-Staaten anerkannt worden.
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Der mehrheitlich von Albanern bewohnte Kosovo hatte sich im Februar ungeachtet serbischer Proteste für unabhängig erklärt. 48 Staaten, darunter auch Österreich, haben die Unabhängigkeit der ehemaligen serbischen Republik mittlerweile anerkannt.





