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Zuletzt aktualisiert: 06.08.2008 um 23:01 UhrKommentare

Karadzic will Holbrooke und Albright vorladen lassen

Die ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright und der damaligen Balkan-Gesandte sollen in dem Völkermord-Prozess gegen Karadzic vor dem Gerichtshof in Den Haag als Zeugen aussagen.

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Der frühere bosnisch-serbische Präsident Radovan Karadzic hat beim UNO-Kriegsverbrechertribunal die Vorladung der ehemaligen US-Außenministerin Madeleine Albright und des damaligen Balkan-Gesandten Richard Holbrooke verlangt. Sie sollen einer Eingabe vom Mittwoch zufolge in dem Völkermord-Prozess gegen Karadzic vor dem Gerichtshof in Den Haag als Zeugen aussagen.

Straffreiheit zugesichert? Karadzic gibt an, Holbrooke habe ihm als Gesandter der US-Regierung bei den Verhandlungen zu einem Friedensabkommen für den Balkan Straffreiheit zugesichert. Karadzic müsse sich nur aus Politik und Öffentlichkeit zurückziehen, soll Holbrooke demmach gefordert haben. Der US-Diplomat hat dies zurückgewiesen. Karadzic will ihn jedoch zu einer Aussage unter Eid zwingen. Er will sich selbst verteidigen und hält den Prozess für nicht rechtmäßig.

Vor UNO-Tribunal. Der mutmaßliche Kriegsverbrecher wurde am 21. Juli von serbischen Sicherheitskräften festgenommen und vor einer Woche an das UNO-Tribunal in Den Haag überstellt. 13 Jahre nach dem Ende des Bosnien-Kriegs muss er sich unter anderem wegen Völkermordes, Verschwörung zum Völkermord sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten.


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