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    Zuletzt aktualisiert: 24.02.2013 um 12:57 UhrKommentare

    "Der Atomzug ist nicht zu stoppen"

    Der Atomstreit um Irans umstrittene Urananreicherung geht in die nächste Runde. Teherans Delegation werde "die Atomrechte des Landes im Rahmen des Atomwaffensperrvertrages ernsthaft verteidigen", heißt es. Ein Diplomat spricht von einer "Lose-Lose-Situation".

    Foto © APA

    Der endlose Atomstreit um Irans umstrittene Urananreicherung geht in die nächste Runde. Der Westen, sprich die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates (Großbritannien, Frankreich, USA, China und Russland) und Deutschland, hat diesmal nach langem Hin und Her erstaunlicherweise Almaty in der zentralasiatischen Republik Kasachstan als Austragungsort neuer Verhandlungen mit dem Iran vereinbart.

    Irans Regierung hart

    Der Iran geht allerdings mit einer harten Haltung in die Gespräche. "Die Weltmächte sollten wissen, dass der iranische Atomzug nicht zu stoppen ist", erklärte das iranische Parlament in einer Resolution am Sonntag laut der Nachrichtenagentur Fars. Teherans Delegation werde "die Atomrechte des Landes im Rahmen des Atomwaffensperrvertrages ernsthaft verteidigen". Inzwischen wählte der Iran 16 Standorte für künftige Atomkraftwerke aus. Die Leitung des iranischen Atomprogramms teilte am Samstag mit, es seien 16 Standorte für neue Atomkraftwerke festgelegt worden. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA hatte zuvor erklärt, das bisher einzige iranische AKW sei zum zweiten Mal seit Oktober 2012 abgeschaltet worden. Bei dem mit russischer Hilfe errichteten 1.000-Megawatt-Reaktor in Bushehr gibt es technische Probleme.

    Teheran beharrt auf eigenen Atomstrom. Als Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrags und Mitglied der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) habe der Iran das Recht auf sein ziviles Atomprogramm. "Wir werden weder bei unseren nuklearen Verpflichtungen noch bei unseren nuklearen Rechten Konzessionen machen", sagte Chefunterhändler Saeid Jalili der Nachrichtenagentur Isna. Das islamische Land wird verdächtigt, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomenergie an Nuklearwaffen zu arbeiten. Der UN-Sicherheitsrat hat mehrfach Sanktionen gegen den Iran verhängt. Israel hat Militärschläge gegen iranische Atomanlagen nicht ausgeschlossen. Teheran weist die Vorwürfe zurück und droht mit einem Gegenschlag mit Raketen, die Israel erreichen könnten.

    "Lose-Lose-Situation"

    Ein westlicher Diplomat beschrieb die Situation folgendermaßen: "Schauen Sie, wir sind im Atomstreit an einem Punkt angelangt, wo es nur mehr eine 'Lose-Lose-Situation' geben kann". Die iranische Führung verliere, weil ihre Wirtschaft aufgrund der Sanktionen am Rande des Abgrundes steht (Währungsverfall um 50 Prozent innerhalb eines Jahres) und der Westen verliere, weil es nicht mehr sein lukratives Iran-Geschäft machen könne. Erst Am Wochenende hielt der Iran Militärmanöver ab. Dabei wurde nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden eine ausländische Drohne aufgespürt und zum Absturz gebracht.

    Im Dezember 2012 hatte der Iran erklärt, eine US-Drohne abgefangen zu haben. Im Dezember 2011 war den Iranern ein unbemannter US-Aufklärer "Predator" in die Hände gefallen.


    Hintergrund

    Der Iran streitet für sein Programm zur Urananreicherung in Verhandlungen mit den fünf UN-Vetomächten USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien sowie mit Deutschland (5+1-Gespräche). Das Treffen am Dienstag in der früheren kasachischen Hauptstadt Almaty ist das erste nach neun Monaten Unterbrechung. Die Kritiker unterstellen dem Iran, insgeheim an Atomwaffen zu arbeiten.

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