Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
18. Juni 2013 07:40 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Home » Politik » Iran
Atomstreit: Rohani hofft auf Einigung mit dem Westen Iran treibt umstrittenes Nuklearprogramm voran Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Iran Nächster Artikel Atomstreit: Rohani hofft auf Einigung mit dem Westen Iran treibt umstrittenes Nuklearprogramm voran
Zuletzt aktualisiert: 01.06.2012 um 10:50 UhrKommentare

Obama ordnete Stuxnet-Attacken auf den Iran an

US-Präsident Obama soll nach einem Bericht der "New York Times" ein Programm verantwortet haben, in dem der Computerwurm "Stuxnet" iranische Industrieanlagen zur Urananreicherung lahmlegen sollte.

Cyberattacke gegen iranisches Atomprogramm, abgesegnet von Obama

Foto © ReutersCyberattacke gegen iranisches Atomprogramm, abgesegnet von Obama

US-Präsident Obama hat nach Informationen der "New York Times" eine Welle von Cyberattacken gegen den Iran angeordnet, zu denen auch der berüchtigte Wurm Stuxnet gehörte. Auch als Stuxnet 2010 öffentlich wurde, habe Obama die Geheimaktion mit dem Codenamen "Olympic Games" noch beschleunigt. Das schreibt der Washingtoner Chefkorrespondent der Zeitung, David Sanger, in seinem neuen Buch.

Sanger beruft sich auf Informationen aus Sicherheitskreisen. Unter den Quellen von Sanger befinden sich nach seinen Angaben auch Personen, die bei einem Krisentreffen nach der Entdeckung von Stuxnet dabei gewesen waren. "Sollten wir die Sache jetzt stoppen?", habe Obama dort gefragt. Da aber unklar gewesen sei, wie viel die Iraner über die schädliche Software wussten, sei beschlossen worden, weiterzumachen. In den Wochen darauf sei die iranische Atomfabrik in Natanz mit einer neueren Version von Stuxnet angegriffen worden und dann mit einer weiteren. Die letzte Attacke habe rund 1.000 der damals 5.000 Zentrifugen zur Urananreicherung zeitweilig außer Betrieb gesetzt.

Iranische Atomanlagen

Stuxnet war ein hoch entwickelter Computerwurm, der ausschließlich Siemens-Industriesysteme in der für Atomzentrifugen typischen Konfiguration angriff. Ziel war das Siemens-System Simatic S7, das in Industrieanlagen zur Überwachung und Steuerung technischer Prozesse verwendet wird. Die Konfiguration von Stuxnet ließ Experten von Anfang an vermuten, dass der Iran das Ziel gewesen sein dürfte.

Die Auswirkungen der Cyberangriffe sind umstritten, schreibt Sanger, der eineinhalb Jahre für das Buch recherchierte. Im Weißen Haus gehe man davon aus, dass das iranische Atomprogramm um 18 bis 24 Monate zurückgeworfen worden sei. Andere Experten sind skeptischer und glauben, dass die iranischen Wissenschafter die Anreicherung wieder schnell hochgefahren haben und das Land heute über genug Material für fünf oder mehr Atomwaffen verfügen könnte.

Das Cyberwar-Programm sei noch zu Zeiten von Obamas Vorgänger George W. Bush aus der Taufe gehoben worden. Erst in der Amtszeit des aktuellen Präsidenten seien aber amerikanische und israelische Computerexperten mit dem komplexen Wurm fertig geworden. Obama habe das Programm betreut und jeden weiteren Schritt persönlich autorisiert, schreibt Sanger.

Quelle: APA

Grafik

Zeittafel: Die bewegte Geschichte des Iran.

KLEINE.tv

Murtal: Widerstand gegen die Airpower

Nicht alle Murtaler haben Freude mit der Airpower, der Flugschau des öst...Bewertet mit 3 Sternen

 

Politik im Bild

Massenproteste in Brasilien 

Massenproteste in Brasilien

 


Kroatien tritt EU bei

AP

Am 1. Juli 2013 tritt Kroatien als insgesamt 28. Land der Europäischen Union teil. Hintergründe und Informationen zur EU-Mitgliedschaft der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik.

Griechenland in der Krise

Politiker und Promis im Visier der Justiz

Foto: APA/AP/Reuters
 

Steirische Strukturreform

APA

Die Landesspitze baut die Gemeindestruktur massiv um. Im Jahr 2015 soll es von den derzeit 539 nur mehr 285 Gemeinden geben.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang