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Zuletzt aktualisiert: 14.05.2012 um 07:34 UhrKommentare

Chronologie: Jahrelanger Atomstreit mit dem Iran

  • August 2002: Die iranische Exil-Opposition "Volksmujaheddin" deckt Existenz der Urananreicherungsanlage Natanz und Arbeiten am Bau eines Reaktors in Arak auf. Weltweite Spekulationen um geheimes Atomprogramm des Iran.

  • Oktober 2003: Erster Einigungsschritt EU-Troika-Iran: Teheran akzeptiert das Zusatzprotokoll zum NPT (Atomwaffensperrvertrag) anzuwenden. Dieses erlaubt den IAEA-Inspektoren unangemeldete Inspektionen.

  • November 2004: Unter der Präsidentschaft des als reformorientiert geltenden Präsident Mohammad Khatami Unterzeichnung des Einigungsvertrages von Paris. Beginn der Verhandlungen über Garantien Teherans, sein Atomprogramm ausschließlich für friedliche Zwecke zu nutzen. Teheran setzt die Urananreicherung aus.

  • August 2005: Der neue iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad tritt sein Amt an. Die Atomanlage Isfahan, die zwischendurch teilweise abgeschaltet war, geht wieder voll in Betrieb. Wirtschaftliche Angebote der EU weist Teheran zurück.

  • Jänner 2006: Von Irans Nuklearforschungsanlagen werden die IAEA-Siegel entfernt.

  • Februar 2006: Die IAEA übergibt den Fall an den UN-Sicherheitsrat. Der Iran beendet seine Zusammenarbeit mit der IAEA und nimmt die Urananreicherung wieder auf. Ein darauffolgendes Ultimatum der EU, die Anreicherung wieder einzustellen, verstreicht.

  • 23. Dezember 2006: Der Sicherheitsrat verhängt erste Sanktionen. Bis 2012 folgen drei weitere UN-Resolutionen.

  • 7. Februar 2010: Teheran verkündet, man habe niedrig angereichertes Uran auf 20 Prozent gebracht und sei in der Lage, es auf 80 Prozent anzureichern. Damit könnten Atomwaffen hergestellt werden.

  • Juli 2010: Der Iran beginnt mit der Inbetriebnahme des mit russischer Hilfe fertiggestellten AKW in Bushehr.

  • 22. Jänner 2011: In Istanbul werden die Gespräche zwischen dem Iran und den fünf UN-Vetomächten im Sicherheitsrat sowie Deutschland auf unbestimmt Zeit vertagt.

  • 17. Mai 2011: Nordkorea exportiert nach UN-Angaben für nukleare Sprengköpfe geeignete Raketen in den Iran und andere Krisengebiete.

  • 8. November 2011: Die IAEA veröffentlicht einen Bericht, nach dem der Iran an der Entwicklung der Atombombe gearbeitet hat. Teheran dementiert.

  • 1. Jänner 2012: Iranischen Wissenschaftlern zufolge ist es erstmals gelungen, einen eigenen iranischen Kernbrennstab zu entwickeln.

  • 23. Jänner 2012: Die EU will ihre Öleinfuhren aus dem Iran spätestens zum 1. Juli stoppen. Die EU-Außenminister beschließen in Brüssel zudem, die Konten der iranischen Zentralbank in Europa einzufrieren.

  • 6. Februar 2012: US-Präsident Barack Obama lässt Eigentum und Vermögenswerte der iranischen Regierung und Zentralbank in den USA blockieren. Betroffen sind auch alle iranischen Großbanken.

  • 20./21. Februar 2012: Kontrolleuren der IAEA wird der Zugang zur verdächtigen Militäranlage Parchin bei Teheran verweigert.

  • 14./15. April 2012: Die Gespräche zwischen den fünf Vetomächten im UN-Sicherheitsrat plus Deutschland sowie dem Iran werden in Istanbul wieder aufgenommen. Konkrete Ergebnisse gibt es nicht. Das nächste Treffen ist am 23. Mai in Bagdad.


Grafik

Zeittafel: Die bewegte Geschichte des Iran.

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