Ahmadinejad auf fünftägiger Lateinamerika-Reise
Das Ziel der Reise ist, "antikolonialistische" Partner zu treffen. Ahmadinejads erste Station ist Venezuela, wo er mit Staatschef Hugo Chavez zusammenkommen will.

Foto © ReutersAußenminister Ali Akbar Salehi (r.) und Präsident Mahmoud Ahmadinejad
Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad ist am Sonntag zu einer fünftägigen Reise nach Lateinamerika aufgebrochen. In Venezuela, Nicaragua, Kuba und Ecuador wolle er Gleichgesinnte besuchen, die ebenso wie der Iran eine "antikolonialistische Haltung" einnähmen, sagte er vor seinem Abflug in Teheran mit Blick auf die USA. Während der Reise werde er mit seinen Partnern über Washingtons "Absichten zur Intervention in Angelegenheiten anderer Staaten" sowie über die "militärische Präsenz" der USA diskutieren.
Erster Stop: Venezuela
Ahmadinejads erste Station ist Venezuela, wo er mit Staatschef Hugo Chavez zusammenkommen will. Beide pflegen seit Jahren enge Beziehungen. In Nicaragua will Ahmadinejad später an der Amtseinführung des wiedergewählten Präsidenten Daniel Ortega teilnehmen. Anschließend sind Aufenthalte in Kuba und Ecuador geplant.
Der Iran ist wegen seines Atomprogramms international weitgehend isoliert. Die Beziehungen zum Westen und insbesondere zu den USA hatten sich zuletzt weiter verschlechtert, nachdem der Iran mit einer Blockade der für internationale Öltransporte wichtigen Meerenge von Hormus gedroht hatte. Die USA und andere westliche Staaten haben in der Region Kriegsschiffe stationiert.













